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Mechina - Empyrean

VÖ: 31. Dezember 2012   •   Label:  DEMO

Mechina waren mir bisher leider völlig unbekannt, dennoch treiben die Amis bereits seit 2004 Ihr Unwesen in der Szene und mit „Empyrean“ veröffentlichen Sie bereits ihr drittes Studioalbum. Zunächst einmal muss ich meinem Kollegen allerdings widersprechen, denn mit oben genannter Band haben sie nun wirklich kaum was gemein (vielleicht meint er die leicht angehauchte Ethno Note in Form von Chören und orientalischem Frauengesang im Sound), aber dennoch verheißt das nichts Schlechtes – im Gegenteil. Mechina blasen mit Ihrem Sound wohl so ziemlich alles an die Wand. Musikalisch hat man sich düsteren, atmosphärischen, harten Metal auf die Flaggen geschrieben. Gesanglich wechseln sich harte Grunts und sehr viel klarer Gesang ab, begleitet von einer geilen Rhythmussektion mit vielen harten Doublebeats und mächtigen Riffs und Basslines. Dabei ist es wohl kein Zufall, dass die US Boys in erster Linie stark an ihre Landsmänner Fear Factory erinnern, hat man so ziemlich jedes Stylmittel der Angstfabrik mit an Bord. Gerade die Gitarren, Percussion und die sehr oft zum Einsatz kommenden cleanen vocals, welche stark Burton C. Bell-like sind, unterstreichen das. Dabei sind Mechina bei weitem kein billiges Plagiat. Zu Ihrem eigenständigen Sound gesellen sich nämlich sämtliche andere Stilmittel, die bei Fear Factory so in dieser Form nicht zu finden sind. Dabei seien an erster Stelle vor allem die erhabenen, sphärischen Keyboardteppiche gemeint, die eigentlich durchgehend das Album tragen. Mit etwas Fantasie hört man hier leichte Parallelen zu Bands wie Samael und den Deathstars durch. Schwierig hier einzelne Songs hervorzuheben, da sich alle auf einem kompositorisch hohen Niveau bewegen und das Konzept in sich schlüssig ist. Überrascht hat mich bei der fetten Breitwandproduktion und der Klasse auch, dass es sich nur um ein Demo handelt und die Band bei weitem nicht den Fame innehat, den es verdient. Es gibt wirklich etliche Major Themen, die sind nicht besser oder oft sogar weitaus schlechter. Seis drum. „Empyrean“ ist ne Hammerscheibe, bei der lediglich manchmal etwas dezenter eingesetzter, klarer Gesang besser gekommen wäre, im Sinne von weniger ist mehr ob der Wirkung. Ich kann diesen fetten Bastard aus Death, Dark und Symphonic Metal starker Elektro/Industrial Prägung eigentlich nur jedem ans Herz legen und wünsche Mechina für die Zukunft einfach nur das Standing, was sie schon längst verdient haben.

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