VÖ: 02. April 2010 • Label: Roadrunner Records/Phi Group
28. März 2010
Die ehemalige Hole- und Smashing Pumpkins-Bassistin produzierte in Verbindung mit der neuen Platte ein konzeptuelles Projekt, das neben dem Solo-Album ein Comic-Buch, Live-Performances sowie einen Kurzfilm umfasst. Somit weitet Melissa mit ihrem Kunstprojekt den Bereich eines traditionellen Albums aus. Über die Kanäle Musik, Grafik, Video möchte die Kanadierin Zuhörer sowie Zuschauer auf eine Reise entführen, bei der sie sich selbst finden, ihr eigenes Tempo entwickeln und ihren eigenen Raum entdecken können/sollen.
Möchte man die Platte in eine Schublade stecken, gehört sie wohl am ehesten in den Bereich Alternativ Rock mit Psychedelic-Einfluss, was sowohl die Texte als auch die musikalische Darbietung der Platte bestens belegen. Genauso vielschichtig wie sich das gesamte Out Of Our Minds-Kunstprojekt zeigt, ist auch der wandelbare Gesang der Kanadierin. Die glanzvolle Stimme der zarten Sängerin prallt sowohl auf seichte Instrumentenklänge als auch auf krachende Gitarren- und Bassriffs. In beiden Fällen ergänzen sich die Komponenten zu einem gelungenen Kunstwerk. Der Einfallsreichtum des Albums spiegelt sich deutlich in der Gegensätzlichkeit der Songs wider. Beispiele dafür finden sich im ruhigen Instrumentalstück „Lead Horse“, im von Elektropop angehauchten „Follow the Map“ und im rockig abgehenden „Meet me on the dark Side“. Herausragend sind das Duett von Melissa und Glen Danzig („Father’s Grave“) sowie das Stück „Out of Our Minds“.
Mit dem Album „Out of Our Minds“ erscheint eine fast perfekte, hochwertige Platte, die den eigenen Stil der Kanadierin sowie ihr feines Gefühl für Kunst und Musik beweist. Ich möchte behaupten, dass die Lieder nach mehrmaligem Hören an Intensität gewinnen und somit tatsächlich zunehmend zu einer Reise in fremde Sphären und in Richtung unbekanntes Ich animieren.
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