The Awful Truth, die schreckliche Wahrheit ist, dass man, wenn man als Hollywoodsternchen schon erotische Aufnahmen von sich macht, sie nicht auch noch in einer Cloud parken sollte. Aber es gibt Schrecklicheres...
Der erste Longplayer "The Awful Truth" der New Yorker von MERIDIAN kommt dagegen musikalisch in keiner Weise schrecklich daher, im Gegensatz zu den besungenen Inhalten, geht es doch grob gesagt darum, dass man alles Negative sowieso nicht ändern kann und dass man selbiges deshalb auch nicht versuchen sollte und dass man am Ende immer allein stirbt. Vielleicht sind diese Erkenntnisse der Jugend der Bandmitglieder geschuldet, changiert das Alter doch zwischen 17 und 21.
Gewöhnungsbedürftig ist wieder einmal die Genre-Bezeichnung: Alternative Hardcore. Na, immerhin besser als Post Rock oder Post Metal. Aber ein wenig passt sie schon, den mitunter nimmt man die Dynamik, die Energie und das Tempo sowie die gequetscht, gescreamte Stimme des Hardcore ('Slither') und verbindet sie mit fröhlichen oder melancholischen Melodien, einer etwas gesetzteren Geschwindigkeit und den Klargesang des Alternative Rocks und fertig ist gut hörbare und mitreißende, aber eben etwas härtere Spielart des Alternative ('Waves').
Und so hören sich die Songs durch ihre Mischung aus hymnisch, pop-punkigen Melodien, packenden Riffs ('Borrowed Time') wütenden Breakdowns and Hooks etwa so an, als würden JIMMY EAT WORLD ihren Alternative Sound durch punkige und hardcorige Elemente erweitern und auch einmal, zumindest phasenweise auf den Klargesang verzichten ('Making My Way').
Fazit: Die schreckliche Wahrheit ist, dass MERIDIAN einen überaus hörbaren Longplayer mit zwölf hymnischen, melancholischen oder eingängigen Songs erschaffen haben, deren melodischer Alternative Rock durch Punk- oder Hardrock-Partien massiv an Relevanz gewinnt.
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