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Morbitory - Into The Morbitory

VÖ: 08. Dezember 2016   •   Label:  Bret Hard Records

Auch wenn diese EP das erste Lebenszeichen der Band ist, so haben einige Bandmitglieder schon ihre Erfahrungen bei den Old School Deathern von ROTTEN CORPSE und den Bolt Thrower Verehrern von DAWN OF OBLITERATION gesammelt. MORBITORY gefallen mir besser als das, was ich von den genannten Bands kenne.
Das besondere an dieser EP ist, dass die Hamburger sechs Songs mit sehr hohem Wiedererkennungswert geschrieben haben. Da gibt es eher rockende Parts (´House Of Monstrosity´) und gute Melodien (´Angelgrinder´) aber auch in diesen Phasen klingt die EP immer intensiv und düster. Bei jedem Song horche ich auf, da rauscht nichts vorbei. Den Auftakt macht ein mächtiges, schleppendes Instrumental, das durch die Bassdrum Dynamik mitbekommt. Ein guter Weg, Atmosphäre aufzubauen. Dann folgen fünf Old School Death Metal Songs, die alles haben, was dieses Genre braucht. Die Band selber bezeichnet den Sound als schwedischen Death Metal, das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Zum einen sind die Gitarren nicht ganz so tief gestimmt wie bei den typischen Sunlight Scheiben. Zum anderen erinnert mich Vieles vom Songwriting, insbesondere was die Gitarren angeht, eher an die ersten beiden EPs von MORGOTH. Auch die bespielten das ganze Feld von schleppend bis rasend schnell. Auch wenn sie nicht ganz so schnell blasteten wie MORBITORY bei Parts von ´House Of Monstrosity´ oder ´Screams of Horror´.
Was der Platte einen hohen Wiedererkennungswert gibt, ist der Basssound. Myers spielt gleichberechtigt neben den Klampfen und ist immer gut zu hören. Das liegt sicher auch daran, dass die tiefen Frequenzen eben nicht komplett von sehr tief gestimmten Gitarren besetzt werden. Der Part von ´Tales Of The Dead´, bei dem nur Bass und Schlagzeug spielen, klingt einfach großartig düster und morbid(torisch).

Grunzer Angelgrinder klingt nicht wie eine Mischung aus Tom Angelripper und Corpsegrinder Fischer, macht aber trotzdem einen guten und variationsreichen Job.

Auf der  ersten EP schaffen MORBITORY es, sich klar auf ihre Vorbilder zu berufen und dennoch erfreulich eigenständig zu klingen. Ich hoffe, dass die Hamburger bald in gleicher Qualität über Albumlänge nachlegen. Ein erstes Ausrufezeichen haben sie mit dieser EP gesetzt.

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