„Grand Materia“ heißt ihr neues Kleinod, welches zwar da ansetzt, wo man mit Lefay und der Vorgängerscheibe „S.o.S.“ aufhörte, aber dennoch mehr nach den Anfangstagen klingt, als alle Werke der letzten Jahre. Was sich jetzt zeitweise wie eine Abwertung der Lefay Alben liest, soll hier aber kurz noch hinzugefügt werden, dass mit der Wiedererlangung alter Rechte insbesondere des Namens auch ihre alte Leidenschaft wiedererweckt wurde, welche auf den vorigen Lefay-Alben doch irgendwie zu kurz gekommen ist. Dennoch haben auch die beiden CDs „The Seventh Seal“ und „S.o.S.“ durchaus ihre Berechtigung. Jedoch setzt das Konzeptalbum um „Grand Materia“ denen noch eine kleine metallisch glänzende Krone auf und veredelt den Stahl, den sie einst im Jahre 1989 begonnen haben zu schmieden. Beißende Rhythmen, dazu stampfende Gitarrenläufe und eine Dubble Bass, die seinesgleichen sucht, wechseln sich mit der unverkennbaren Stimme eines Charles Rytkönen ab und bilden so die Melange einer einzigartigen schwedischen Band, die ihren wohlverdienten Ruhm ruhig mal ernten sollten. Stattdessen ist man so sehr gebeutelt von diversen Mißerfolgen, dass man sich sogar schon damit abgefunden hat. Laut Charles Rytkönen ist man am Ende dann doch nur eine von vielen Bands, deren Hauptzweck darin besteht, dem Label Geld einzubringen. Einige Bands müssen sogar dafür bezahlen, um zu spielen. Eine Art der moderner Sklaverei, nennt es der Hobbymusiker. Dennoch haben Morgana Lefay es geschafft, sich wieder zusammenzuraufen, sind bei ihrem alten Label Black Mark wieder untergekommen und haben mit „Grand Materia“ 12 Songs aufgenommen, wo absolut kein Ausnahmefall zu verzeichen ist. „Grand Materia“ ist wahrhaftig Großes Material, um nicht zu sagen Großes Kino! Das Comebackalbum der letzten Jahre!
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