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Morrigu - The Niobium Sky

VÖ: 10. September 2009   •   Label:  Dark Balance
01. November 2009

Dies geschieht vor allem, wenn die Musik zeitgemäßem und an skandinavischen Spielarten ausgerichtetem Metal zwischen Thrash und Death anheim fällt, gleichwohl die Vocals zumeist klagend sauber bleiben. Man fragt sich zwar über die gesamte Spielzeit hinweg, was Herr Binder so zu lamentieren hat, doch die Emo-Keule kann im Schrank bleiben. Manche Melodien der agilen Gitarristen verzücken beinahe und lassen den Hörer versonnen im Takt mitwiegen. Keyboards sind erlaubt und kommen flächendeckend besonders effektiv im mittig gestellten Instrumental "At the Gathering of Stars" zum Tragen. Fast ist man zu Vokabeln wie "Floydig" oder "Episch" geneigt, nur dass MORRIGU derartigen Klischees gerade dann ausweichen, wenn man meint, sie würden voll in die Fettnäpfe treten. Zwischen Grunz-Clean-Wechselspielen und moderat schnellem Eins-Zwei-Hoppeln sowie traditionsmetallischen Harmoniegitarren und Sprachfetzen sitzen MORRIGU relativ bequem den Erfolg aus, denn so unauffällig sie sind, kann man ihnen entweder Beliebigkeit unterstellen. Gewiss steht ihnen das zuletzt Genannte eher im Sinn, wozu sie in Zukunft nur noch an der Unterscheidbarkeit ihrer Tracks arbeiten sollten. Die stärker im Death Metal verwurzelten Insomnium sind vergleichbar und definitiv die bessere Wahl. Wer sich ein dezent geupdatetes Düstermetal-Stück im Geiste des letzten Jahrzehntes vorstellen kann, ist mit MORRIGU gut beraten.

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