Klar, dass die Rotzlöffel stilistisch keine Zugeständnisse machen und weiterhin schmutzigen und doch eingängigen Sleaze Rock im Stile der skandinavischen Sleaze Rock Renaissance zelebrieren.
Zwar übertreibt die Plattenfirma, wenn sie den Jungs attestiert den Geist der 80iger im Gewand des 21. Jahrhunderts zu präsentieren wie niemand zuvor, doch zumindest präsentiert man soliden Schmutzrock mit Wohlfühlcharakter. Leider wird mir die Scheibe gerade zur Mitte etwas zu seicht und kuschelig: drei getragene, halbballadeske Nummern in Folge sind da ja doch etwas übertrieben. Erst mit „Time“ geht es wieder etwas zackiger zu. Dennoch, insgesamt wirkt das Album etwas zu gezähmt, wo sind die krachigen Mitgehnummern, wie wir sie etwa von Bands wie Crazy Lixx geliefert bekommen. Die Konkurrenz ist dieser Tage wieder große und stellenweise droht „Destiny Calls“ zu sehr in die Belanglosigkeit abzurutschen, als dass man es mit großen Namen und jungen Wilden aufnehmen könnte.
Unterm Strich bleibt ein solides Sleaze Rock Album, dess Stärken im ersten Drittel liegen und welches schlicht zu sehr poliert und gedrosselt wurde (warum hat man den Klampfen nicht mehr Druck gegeben?).
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