NEAL MORSE - THE DREAMER - JOSEPH: PART ONE
VÖ: 10. August 2023 • Label: Frontiers
Wie schafft es NEAL MORSE dauernd neue Progressive Rock Konzeptalben und Rockopern zu schreiben? Fragt man den Multiinstrumentalisten selbst ist die Antwort klar aber auch vorhersehbar: Gott gibt ihm diese Gabe, die eine nicht endende Kreativität beinhaltet. Und so sind wir nun bei seiner nächsten Rockoper, die die biblische Josefgeschichte erzählt. Dass dabei wieder ein Progressive Rock Album mit Klasse herauskommt wissen seine "Jünger". Aber was ist mit den anderen Followern, die nicht zu den wiederbeborenen Christen gehören?
Wie sehen alte Fans von SPOCK'S BEARD oder TRANSATLANTIC diese biblischen Texte seiner Alben seit der Jahrtausendwende? NEAL MORSE versinkt so in seinem Glauben und seiner Dankbarkeit, dass irdische Themen kaum noch eine Rolle spielen. Bei "I Will Wait on the Lord" haben wir es ausschließlich mit sakralen Gesängen zu tun. Natürlich super gesungen und wunderschön. Und es passt gut auf das Album, welches übrigens 2024 mit Part Two abgeschlossen wird. Ansonsten haben wir es mit einer typischen christlichen Rock Oper aus dem Hause MORSE zu tun. Das heißt zuerst hören wir eine üppige, frickelige Overture, die an dieser Stelle recht düster und teils orientalisch vor sich hin bombastisiert. Dann kommt ein Prolog, der eingänig die Geschichte die Brüder Mose bzw. Josef einleitet. Dieser wird von seinen Brüdern aus Neid für seine Fähigkeiten und seiner "göttlichen" Überheblichkeit fallen gelassen. Sie versuchen ihn in einer Zisterne zu ertränken. Als das nicht gelingt wollen sie ihn als Sklaven verkaufen. Doch eine umherziehende Karavane kommt ihnen zuvor und nimmt ihn mit nach Ägypten, wo er als Diener für einen hohen Beamten des Pharaos arbeitet. Deren Frau möchte mit ihm "anbändeln". Weiter will ich nichts über die Geschichte verraten. Schließlich endet sie auf diesem Album auch mit einem echten "Cliffhanger".
Doch wie klingt "The Dreamer - Joseph Part One" nun? Genauso, wie man es erwartet.
NEAL MORSE beweist, dass er das Genre des Progressive Rock mit den Zutaten Bombast, Orchestrierung, gekonnter Rollenverteilung und vor allem großen Hooklines nach wie vor beherrscht. Das kennt man von ihm und weiß es zu schätzen (oder eben nicht). Sicher tauchen hier auch Melodien auf, die man ähnlich schon auf einer seiner zahlreichen älteren Veröffentlichungen gehört hat. Am ehesten erinnert "The Dreamer - Joseph Part One) an seine erste Rockoper "Jesus Christ - The Exorzist" und an "Sola Gratia".
Insgesamt ist es ein starkes, bombastisches, biblisches "Werk", welches aber nicht ganz an die Highlights der NEAL MORSE BAND (oder eben NMB) heranreicht.
Wie sehen alte Fans von SPOCK'S BEARD oder TRANSATLANTIC diese biblischen Texte seiner Alben seit der Jahrtausendwende? NEAL MORSE versinkt so in seinem Glauben und seiner Dankbarkeit, dass irdische Themen kaum noch eine Rolle spielen. Bei "I Will Wait on the Lord" haben wir es ausschließlich mit sakralen Gesängen zu tun. Natürlich super gesungen und wunderschön. Und es passt gut auf das Album, welches übrigens 2024 mit Part Two abgeschlossen wird. Ansonsten haben wir es mit einer typischen christlichen Rock Oper aus dem Hause MORSE zu tun. Das heißt zuerst hören wir eine üppige, frickelige Overture, die an dieser Stelle recht düster und teils orientalisch vor sich hin bombastisiert. Dann kommt ein Prolog, der eingänig die Geschichte die Brüder Mose bzw. Josef einleitet. Dieser wird von seinen Brüdern aus Neid für seine Fähigkeiten und seiner "göttlichen" Überheblichkeit fallen gelassen. Sie versuchen ihn in einer Zisterne zu ertränken. Als das nicht gelingt wollen sie ihn als Sklaven verkaufen. Doch eine umherziehende Karavane kommt ihnen zuvor und nimmt ihn mit nach Ägypten, wo er als Diener für einen hohen Beamten des Pharaos arbeitet. Deren Frau möchte mit ihm "anbändeln". Weiter will ich nichts über die Geschichte verraten. Schließlich endet sie auf diesem Album auch mit einem echten "Cliffhanger".
Doch wie klingt "The Dreamer - Joseph Part One" nun? Genauso, wie man es erwartet.
NEAL MORSE beweist, dass er das Genre des Progressive Rock mit den Zutaten Bombast, Orchestrierung, gekonnter Rollenverteilung und vor allem großen Hooklines nach wie vor beherrscht. Das kennt man von ihm und weiß es zu schätzen (oder eben nicht). Sicher tauchen hier auch Melodien auf, die man ähnlich schon auf einer seiner zahlreichen älteren Veröffentlichungen gehört hat. Am ehesten erinnert "The Dreamer - Joseph Part One) an seine erste Rockoper "Jesus Christ - The Exorzist" und an "Sola Gratia".
Insgesamt ist es ein starkes, bombastisches, biblisches "Werk", welches aber nicht ganz an die Highlights der NEAL MORSE BAND (oder eben NMB) heranreicht.