Ob Bandgründer Hogg in der Schule eine Vorliebe für Chemie hatte, kann ich nicht sagen, seine Hausaufgaben in der School of Rock hat er jedenfalls gemacht. Dementsprechend hat er sich mit Rob Wylde (u.a. TIGERTAILZ) und Marcus Thurston (VEGA) an der Gitarre, Pete Newdeck (u.a. EDEN’S CURSE) an den Kesseln sowie mit Philip Lindstrand (u.a. FIND ME) kompetente Mitstreiter ins Boot geholt. Zudem hat Harry Hess das Mastering des Zweitwerks übernommen. Die Marschrichtung ist also klar: Zurück in die Hochzeit des melodischen Hardrocks, der großen Refrains und der knackigen Ohrwürmer. Klassenziel erreicht, würde ich sagen. Zwar sind nicht alle 10 Nummern genial, aber doch gut genug, um von einer weitestgehend fehlerfreien Platte sprechen zu können. Natürlich klingen die Vorbilder DEF LEPPARD oder EUROPE immer wieder durch, während man den raueren Bad-Ass Hardrock von MÖTLEY CRÜE (die ebenfalls als Einfluss genannt werden) eher weniger zu hören bekommt. Während sich in der Chemie irgendwelche Salze zu Nitrat verbinden, sind für NITRATE die Sounds von CRAZY LIXX, DANGER und frühen H.E.A.T. eine musikalische Verbindung eingegangen, die wichtige Nährstoffe für den Ohrwurm liefert. Von knackigen Rockern wie „Heart Go Wild“ bis hin zum eingängigen „Shot in the Dark“ liefern NITRATE mit „Open Wide“ eine rundherum solide Hardrock Scheibe mit vielen tollen Melodien, kernigen Riffs und eingängigen Refrains ab. Schade, dass die Stadien heutzutage ständig von Helene Fischer & Co belegt sind, denn NITRATE gehören genau auf diese Bühnen.
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