Was sofort klar erscheint, "Pax" ist nicht so heftig, death-metallische-angehaucht wie der Vorgänger, aber dennoch klar dem Industrial Metal zuzuordnen. Also keine Sorgen, genügend Stoff, dem professionellen Industrial Metal gerecht zu werden, gibt es. Dies bedeutet auch, die Band entwickelt sich weiter und kopiert sich eben nicht selbst. Ok, ist nicht neu im Falle NOCTIFERIA, was deren Vielfältigkeit anbelangt, also logisch. Zudem liegen auch noch erneut vier Jahre zwischen dem letzten Album. Routine? Keineswegs, neu sind diesmal eben deren zahlreichen Facetten, die jedoch auf einem Album weggeballert werden, auch wenn weiterhin der Industrial Metal das Fundament ist. Hinzu gesellen sich Einflüsse eines Werkes wie "Illud Divinum Insanus" sowie einiges aus dem Nu-Metal-Bereich als auch dem Elektro-Industrial-Touch der 1990er Jahre und dem militärisch-angehauchten Sound. Soll heißen, die Jungs verlassen die gezielte Death-Metallische-Angriffsposition und "checken" erstmal ab, was los ist, um auf diese Art Fans von Samael, Meshuggah, Morbid Angel als auch Korn, Ministry und Laibach zu vereinen. Klingt sehr durchdacht, aber auch enorm kreativ und bietet einen druckvollen Sound, mit einem heftigem Bass.