„Cosmic Doom Black Metal“ also. Das ist zumindest die selbst gewählte Schublade der finnischen Band NONEXISTENCE, welche lustiger Weise nur aus einem einzigen Mitglied besteht, nämlich Philip Santoll. Das Debut „Nihil“ (2007) ist von der Presse sehr wohlwollend aufgenommen worden, nun, ganze fünf Jahre später, erscheint der Nachfolger „Antarctica“, für den der Multiinstrumentalist und viel gefragte Produzent Tuomas Saukkonen, unter anderem bekannt für BLACK SUN AEON und BEFORE THE DAWN, gewonnen werden konnte und der neben dem Produzieren auch die Drum- und Bassparts übernahm.
Herausgekommen ist ein Album, das man als eine verlangsamte Mischung aus BEFORE THE DAWN und OCTOBER TIDE beschreiben könnte, vereint es doch die durchdringende Kälte, die tiefe Dunkelheit und die ungemeine Intensität des Black Metal mit der elegischen Melancholie und der unbändigen Kraft des Doom Metal, überzeugend umgesetzt durch eine ergreifend, kraftvolle und melodische Atmosphäre (z.B. in den Songs 'Hope dies first' und 'The void of no void'), durch tiefe Growlpartien ('Here is nowhere'), die leider immer wieder von eher gekrächzten Vocals unterbrochen werden, sowie PARADISE-LOST-artige leidende Gitarrensoli oder Melodieparts ('Starless Eons').
Das alles täuscht allerdings nicht darüber hinweg, dass diesem bodenständigen, ehrlichen und guten Album für eine sehr gute Bewertung doch das gewisse Etwas fehlt. Vielleicht könnten in diesem Zusammenhang dann doch weitere mögliche Bandmitglieder zusätzliche Impulse geben...