Dieses Namedropping ist Fluch und Segen zugleich. Denn zum einen beschreibt es die musikalischen Breiten, aus denen Mastermind Lefthander seine Einflüsse bezieht und in denen er sich bewegt durchaus treffend. Zum anderen handelt es sich bei den aufgeführten Künstlern um unbestrittene Meister ihres Fachs, Genregrößen oder Ausnahmeformationen und Vergleiche dieser Art – ob gewollt oder ungewollt – führen zwangsläufig zu einer gewissen Erwartungshaltung. Und diese Erwartungshaltung können OBSIDIAN BUTTERFLY leider zu keinem Zeitpunkt der rund 40-minütigen Vorstellung erfüllen. Nicht dass Herr Lefthander sein Handwerk nicht verstehen würde, die Produktion zu wünschen übrig lassen würde oder er hemmungslos die genannten Formationen kopieren würde. Er schafft es einfach nicht, aus den hoffnungsvollen Einflüssen, mitreißende Songs von Wiedererkennungswert zu arrangieren, die im Gedächtnis bleiben und dem Projekt eine eigene Identität verschaffen. Freunde düsterer, progressiver und nicht klischeebeladener Folk/Rockmusik sollten sich davon nicht abschrecken lassen und OBSIDIAN BUTTERFLY mittels Hörprobe zumindest eine Chance geben, da Lefthander zweifelsohne über Potential verfügt. Insgesamt kommt diese Veröffentlichung jedoch nicht über das Prädikat "solide" nicht hinaus. Doch das könnte beim Zweitwerk schon ganz anders aussehen...
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