Zum Hauptinhalt springen

Of Monsters and Men - My Head is an Animal

VÖ: 03. Mai 2012   •   Label:  Universalrepublic
So richtig gar nichts – außer, dass der Sechser aus Reykjavík stammt. Während das Coverphoto irgendwie an photographische Heimatgrüße eines Wehrmachtsangehörigen aus dem besetzten Norwegen erinnert, verkörpern die Damen und Herren Musiker den isländischen Stereotyp vom alternativ angehauchten Wollpulliträger. Musikalisch finden wir uns irgendwo zwischen Sinead O’Connor, den Cranberries, den Waterboys und den Dubliners wieder. Irgendwie bekannt und doch auch neu.

Bester Song der Scheibe ist auf jeden Fall die Single „Little Talks“, in der nicht nur der alternierende Gesang von Sängerin Nanna Bryndís Hilmarsdóttir und Barde Ragnar Þórhallsson überzeugt, sondern auch das flotte Tempo, welches die eingängigen Melodien ohne Umwege in die Endlosschleife des Gehörgangs transportiert. Ansonsten geht es meist ruhiger und bedächtig zu – man darf fast vermuten, dass „My Head is an Animal“ der Welt tiefe Einblicke in das Leben der Isländer gibt bzw. in das, was die Isländer Abends vorm Kamin so treiben: musizieren und gemütlich sein. Schneller und tanzbarer wird es dann nochmal mit „Mountain Sound“ – ein weiterer potentieller Hit.

Nicht fröhlich, aber handgemacht und irgendwie ungewöhnlich, so präsentieren sich Of Monsters and Men auf ihrem Erstling. Schön zu sehen, dass man auch noch ein Album veröffentlichen kann, wenn man nicht wie eine Shopping Queen aussieht oder aus Imagegründen die Hauptschule mehrfach abgebrochen hat, damit man als Gangstarappa auch die nötige Street Credibility vorweisen kann.

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?