Die Tage werden kürzer, die Nächte länger, die Dunkelheit obsiegt über die Helligkeit. Und dennoch gibt es im Räderwerk der Jahreszeiten immer wieder etwas Neues. Wie ein einzelnes Glühwürmchen in tiefster und dunkelster Nacht für einen winzigen Augenblick für ein Funken Licht sorgt, so dürften uns auch ONIROPHAGUS mit ihrem Debüt-Album „Prehuman“ die undurchsichtige, nebelige und düstere Zeit des Jahres für einen überaus hörbaren Augenblick erleuchten.
Denn einem Strom von zäher, glühender Lava gleich, die sich den Abhang des Vulkans mal langsamer, mal schneller hinabmüht, so bahnt sich auch der doomige Sound der Spanier seinen Weg in die Abgründe unserer Seele.
In der Tradition des Doom und Death Metal der 90er Jahre stehend werden wir von sieben zumeist über sieben Minuten langen Songs erfüllt, die einen durch ihren hypnotischen Charakter sofort in ihren Bann ziehen. Denn durch die Death-Metal-Anteile wird ein hohes Maß an Abwechslung erreicht, auch in Bezug auf die Tempi, die Riffs erzeugen eine schaurig düstere Atmosphäre und darüber hinaus sorgen hintergründige melodische Elemente für ein gewisses Etwas, so dass das Album für Fans von OPHIS, ASPHYX, MY DYING BRIDE oder die frühen PARADISE LOST eine Erfüllung sein wird. Das stellt nicht nur der Kracher 'Nocebo' bestens unter Beweis.
ONIROPHAGUS haben als Newcomer mit ihrem Debüt „Prehuman“ ein eindrucksvolles Zeugnis ihres musikalischen Könnens abgelegt, das in der deathigen Doom-Metal-Szene fur Furore sorgen wird.