Bei diesem Album lohnt sich das genauere Hinsehen aber auch in musikalischer Hinsicht, denn während der Opener "Nymphomaniac" noch recht unispiriert durch die Boxen kommt und am ehesten an die Schockrocker von Wednesday 13 erinnert, wird es ab "No Place Like Home" richtig geil. Eigentlich konnte schon "Burn" die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, allerdings hat der Song eher Elemente des klassischen Heavy Metal, so dass erst die nachfolgenden Songs dem Bandbild des rotzigen Haarysprayrockers entsprechen.
Stilistisch sind die Finnen noch nicht wirklich einzuordnen, da sie offenbar quer durch die Gefilde des 80iger Hardrock, des neo-haarsprayingen Street Rock (á la Sister Sin), des Punkrocks (á la Backyard Babies), aber auch des traditionellen Heavy Metal geistern. Unterm Strich bleibt eine rotzige, mal düster, mal leichte Gitarrenrockmischung bestehen, aus der sich der Fan dann die jeweiligen Filetstückchen picken kann. Für meinen Geschmack zeichnet sich auf der Scheibe eine Qualitätskurve ab, die mit "Nymphomaniac" beginnt, ihren absoluten Höhepunkt bei "No Place Like Home" (Crazy Lixx lassen grüßen) findet und zum Abschluss mit "Battle Song" wieder gegen Null dendiert.
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