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Pegasus - Epic Quest (Edition 2011)

VÖ: 14. Januar 2011   •   Label:  MDD


Wer bei dem Bandnamen an die Power Metaller Pegazus aus Australien denkt, liegt zwar falsch, dürfte aber vielleicht trotzdem auch an dem deutschen Pendant Gefallen finden. Neben dem ähnlichen Namen haben die beiden Bands auch das Entstehungsjahr (1993) gemein. Doch während die Australier seit 2004 Sendepause haben, waren die Süddeutschen immer aktiv. So ist das vorliegende Album beispielweise bereits 2006 veröffentlicht worden, wurde nun aber mit zwei Songs noch etwas aufgepeppt.
Der virtuelle Blätterwald tut sich mit der stilistischen Einordnung der Band nicht zu Unrecht etwas schwer. Ich finde die Kategorie "Black Power Metal" gar nicht so schlecht, wobei gerade Songs wie das sehr gelungene "Overlord" oder "Dark Times" doch auch irgendwie an Bands wie Equilibrium erinnern, was in erster Linie am kreischenden Gesang von Thorsten Müller liegt. Durch den weiblichen Co-Moderator wird dieser Eindruck noch verstärkt und auch musikalisch sind Vergleiche mit dem episch-düsteren Stil von Bands wie frühen Children of Bodom oder Agathodaimons "Phoenix" gar nicht so abwegig - denn auch bei den Bands lassen sich ja durchaus traditionelle Anleihen finden. Und ob "Queen of Elves" nun wirklich das typische Power Metal Publikum ansprechen wird, wage ich zu bezweifeln, dann doch eher die Fraktion der düsteren Seelen, die es gerne hart aber melodisch haben. Von daher kann ich die Kritik einiger Kollegen an den Gesangsleistungen auf "Epic Quest" auch nicht wirklich nachvollziehen: hier soll kein melodischer Power Metal mit cleanem Sänger geboten werden!
Durch den Einsatz von Drehleier & Co versucht die Band aus dem Süden der Republik für Abwechslung zu sorgen. Und gerade wenn man denkt, dass sie die Spannung nicht mehr aufrecht erhalten können, kommen sie mit Songs wie "Dragons of Hope" daher.
Mit 15 Songs wird hier durchaus eine empfehlenswerte Scheibe abgeliefert. Und mit einer Produktion wie auf der aktuellen Equilibrium CD dürfte man sicherlich auch viele der Kritiker zum Schweigen bringen. Aber vielleicht schafft man das in der Zukunft. Ich für meinen Teil halte Pegasus für einen echten Geheimtipp für alle Freunde der oben erwähnten Bands. Man darf gespannt sein, ob und wie sich die Kapelle weiter entwickelt. Für den Moment lässt sich festhalten, dass MDD mit dem Re-Release der Scheibe ein gutes Händchen bewiesen haben.

http://www.pegasus-online.org/

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