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Pet Slimmers Of The Year - Fragments Of Uniforms

VÖ: 13. April 2014   •   Label:  Candlelight Records
03. April 2014

Auf ihrer Facebook-Seite sagt die Band PET SLIMMERS OF THE YEAR über sich selber Folgendes aus:

"There are three of us. We play music with few words. Always dark and always heavy."

Womit man in kurzen Sätzen zusammengefasst hat, welchen Musikstil die drei Jungs aus dem Vereinigten Königreich einschlagen. Progressive, Post, Rock, Metal, Instrumental, Alternativ, Ambient. All diese Einflüsse lassen sich auch auf ihrem neuem Album Fragments Of Uniforms wieder finden.

Das Stück "Arterias" beginnt sehr sanft und man wird behutsam in die Musik mit hinein gezogen. Wo einige Bands einen brachialen Umbruch in der Songstruktur haben, fesseln die drei Briten mit melodischen Gitarrenklängen und geben dem Hörer die Chance sich langsam auf das Album einzulassen. Nach einigen Minuten setzt klarer Gesang ein, welcher in seiner Intensität sehr gut in das Klangbild mit hinein passt und nicht unangenehm hervor sticht. Die Steigerung wird hypnotischer, härter und damit hat mich das Album mittlerweile schon voll gefangen genommen. Nahezu übergangslos fängt der zweite Track "Gatherin Half Deep And Full Of Voices" an. Die Musik erinnert ein bisschen an das Album "Pelagial" von der Band THE OCEAN COLLECTIVE aus Berlin, allerdings wissen die Engländer es meiner Meinung nach besser, mit weniger Gesang und mehr fesselnden Melodien umzugehen. Der Song wird etwas rockiger, die Gitarren werden härter dran genommen und doch klingt die Musik in ihrem Gesamtbild sehr hell und erinnert ein bisschen an die musikalischen, licht-durchfluteten Wälder von der Band ALCEST. Der Titel "Tides" folgt diesem Weg weiter und lädt mehr zum träumen als zum rocken ein.

Im Kontrast steht dann der vierte Track "Mare Imbrium", welcher mit sehr rhythmischen Drums startet und in seiner Klangfarbe wieder etwas düsterer wird. Die jetzt stoner-lastigen Gitarren setzen ein und der Titel entpuppt sich als bisher härtester des Albums. Ganz besonders hier bin ich froh, dass P.S.O.T.Y. auf Gesang verzichtet haben, denn die klare Stimme des Sängers hätte nicht in die Heftigkeit des Liedes gepasst. Auch nach der Halbzeit des Albums setzt "Churning of the Sea of Milk", wie sein vorhergehender Song, sehr bass-konzentriert an und erinnert ein bisschen an die Bands CULT OF LUNA und OMEGA MASSIV. Der Sänger wird aktiv und ich kann mich nicht recht entscheiden ob ich das gut finde oder nicht. Nach wie vor fügt sich die Stimme sehr harmonisch in das Gesamtbild mit ein, aber bei diesem Track hätte mir ein aggressiverer Gesang mit Screams besser gefallen.

Mit "Days Since I Disappeared" kommen wir zur ersten Single-Auskopplung des Albums und der Track beginnt, ähnlich wie "Arterias", sehr ruhig. Hier wird mir der Song allerdings etwas zu weich gewaschen. Keine Frage, für Fans der oben genannten Genres wird es nach wie vor ein Zuckerstückchen sein, aber der "Wow"-Effekt fehlt ein bisschen. Als erste Single-Auskopplung und um die breite Post-Fan-Masse auf sich aufmerksam zu machen ist er jedoch hervorragend geeignet. Vor allem Fans von RUSSIAN CIRCLES und PELICAN könnten hier auf die Band aufmerksam werden. "Fragments" reiht sich in die Liste der milderen Songs des Albums mit ein und ist mit seiner kurzen Spielzeit von guten dreieinhalb Minuten wohl eher als Übergang anzusehen. Leider kommen wir auch schon zum letzten Stück, "La Tormenta", welcher noch mal mit etwas schwereren Klängen aufwartet. Gowan, Vinten und McKenna hypnotisieren uns noch ein Mal mit psychodelischeren Melodien und einem Bass der in die Knochen geht und einen die Band nicht so schnell vergessen lässt.

Das Debut-Album ist bei Candlelight Records gut unter gekommen und ich hoffe sehr, dass man die drei Herren bald bei uns im Lande auf der Bühne zu sehen und zu hören bekommt. Musikalisch kann ich sie mir sehr gut als Vorband von YEAR OF NO LIGHT vorstellen, da das Genre passt, der Kontrast aber hoch genug ist, um den Hörern genügend Abwechslung zu bieten.

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