Zum Hauptinhalt springen

Pressure Recall - World War Opera

VÖ: 28. September 2012   •   Label:  Unsigned
05. November 2012

Die Löninger machen keinen Hehl aus ihren Einflüssen und ehrlich gesagt geht es mir auf den Sack Bands miteinander vergleichen zu müssen. Leider führt in diesem Fall absolut kein Weg drum rum. Glücklicherweise schaffen PRESSURE RECALL es dennoch immer wieder mit eigenen Ideen zu punkten, was das Ganze, ehrlich gesagt, zu einer regelrechten Achterbahnfahrt macht.

Beginnend mit dem Intro Song „Guns and Words“, der einem glücklicherweise nicht sofort die Genre-Keule überzieht, kann man sich schon ein ungefähres qualitatives Bild machen. Das Zusammenspiel ist stimmig, die Soundqualität geht total klar, bloß Eric’s Stimme wirkt mir an machen härteren Einlagen etwas unsicher. Ein großer Pluspunkt ist das Retro-Feeling; gerade wenn man zu der Generation gehört, die in den 90ern mit KoRn & Co. ihre Teeny-Jahre durchlaufen hat, verfolgt dies einen während der folgenden Nummern immer wieder

Ich hatte sehr oft Adema im Hinterkopf, was größtenteils, durch die stellenweise identisch klingenden Clean-Vocals verursacht wird. Soweit kein Problem. Addiert man aber die Fred-Durst-Sprechgesangspassagen (Your Faith Is A Lie), Jonathan-Davis-Psychopathen-Imitationen (World War Opera) und Eins zu Eins imitierten Instrumental-Sounds dazu, läuft das Konzept Gefahr eher wie eine Kopie, als ein eigenständiges Werk zu wirken. Gerade bei prägnanten und eindeutig ähnlich klingenden Stellen, musste ich kurz innehalten und mich fragen, ob die Ähnlichkeit beabsichtigt ist (Vgl. Song World War Opera: „You dirty, dirty whore.“; KoRn – Dirty: „You dirty little fuck.“).

Nach einem unspektakulären „God Knows My Answers“ sind mir vor Allem “Beautiful Picture”, welcher groovig und straight nach vorn geht, und „Monster Wave“ im Gedächtnis geblieben. Letzterer wurde mit Musikvideo ausgekoppelt und macht unglaublich viel richtig; so sehr, dass er sich zu einem ziemlich penetranten Ohrwurm entwickelt hat.

World War Opera ist eine Nu-Metal-Zombie-Apocalypse. Auch wenn an vielen Stellen das alte, aufgeweckte Fleisch runterbaumelt, ist sie durchaus in der Lage einem plötzlich in den Hals zu beißen. Wer Nu-Metal schon damals Scheiße und peinlich fand, und das soll ja oft vorgekommen sein, sollte hier einen großen Bogen machen. Wer sich allerdings mehr alten Stoff der damaligen Größen wünscht, sollte die Jungs unbedingt anchecken!
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?