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Pro Pain - Foul Taste Of Freedom 2016

VÖ: 02. Juni 2016   •   Label:  Steamhammer/Spv

Die Aufnahmen zum Debüt gestalteten sich jedoch schwieriger als erhofft. Pünktlich zum Aufnahmebeginn verlies Sänger Billy Milano (S.O.D./M.O.D.) die Band und Garry übernahm die Vocals kurzerhand selber. Auch Gitarrist Allan Zaleski strich die Segel und der Studiopraktikant Tom Klimchuck musste einspringen. Von diesen Schwierigkeiten hatten wir keine Ahnung, als unser damaliger Sänger plötzlich mit dem US-Import von „Foul Taste Of Freedom“ vor mir stand. Wir waren sofort von der Rohheit und Brutalität der Songs gefessel. Und trotz aller Aggression blieben die Songs eingängig und mitgrölbar. Aber was ein wirklich gutes Album ausmacht ist die Tatsache, dass es auch nach 25 Jahren noch genauso genial ist wie damals. Songs wie „Death On The Dancefloor“, „Pound For Pound“, „The Stench Of Piss“, „Johnny Black“ oder „God Only Knows“ haben bis heute nichts von ihrem Zauber verloren. Besonders bemerkenswert ist, dass das Album keinen, wirklich keinen Aussetzer oder Lückenfüller enthält. Entsprechend groß war auch meine Begeisterung, als PRO PAIN bei ihrem letzten ROCKHARZ Auftritt fast die gesamte Scheibe am Stück durchspielten.

Mit „Take It Back“ gibt es einen weiteren hörenswerten Song aus den Anfangstagen als Bonus. Außerdem wurde „Pound For Pound“ remixed – ob man diese Version braucht weiß ich allerdings nicht.

Kurz gesagt: Auch 25 Jahre nach Beginn der PRO PAIN Zeitrechnung gibt es Tote auf der Tanzfläche wenn die New Yorker Hardcoreband in die Stadt kommt. Genial und zeitlos.

 

 

Seit letzter Woche steht auch eine Vinyl Version des Albums in den Läden. Wie die CD kommt das orangefarbene Rund mit den beiden Bonustracks und Liner Notes sowie den Lyrics. Während das farbige Vinyl recht ansehnlich ist und das Gatefold gut in der Hand liegt, kommt die mitgelieferte CD Version etwas lieblos daher. An sich ist die Idee Vinyl und CD zu kombinieren zwar lobenswert, doch in diesem Fall wurde die CD einfach in einer schmucklosen Papierhülle in die LP-Hülle gelegt, so dass sie vermutlich auch ständig herauspurzeln wird. Hier hätte ich mir etwas mehr Liebe zum Detail gewünscht. Die Scheibe hätte wohl wenigstens einen hübschen Pappschuber verdient, der vielleicht im Inneren des Gatefold verklebt worden wäre. Dafür wäre notfalls auch ein Euro mehr im Verkaufspreis zu verkraften gewesen – dafür hätte man ein wertigeres Produkt erhalten.

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