Selbige sind auch aus der männerdominierten Metalszene nicht mehr wegzudenken. Das haben wohl auch die wenig fidelen Finnen von PROCESS PAIN gedacht, als sie nach einem Namen für ihre Band suchten.
Nun, ja. Mit "Outcast Of Society" legen sie ein wahrlich donnerhallendes Debüt vor, das dem mitunter darbenden Death Metal ganz neue Impulse gibt und neues Leben einhaucht. Denn der Sound strotzt so vor Intensität, Energie und Kraft, dass die dem Genre eigene nach Leiden dürstende Düsterkeit durch nahezu optimistisches, dynamisches und brutales Geschrote gekonnt weggeballert wird (Allerdings nicht so bei dem titelgebendem Track).
Genau das Richtige, wenn man an einem Tag danach etwas durchhängt. Denn die hämmernden Höllendrums und die rigorosen Riffs wecken nicht nur die leeren Lebensgeister, sondern sie flößen einem auch neuen taffen Tatendrang ein. Daneben verstehen es PROCESS PAIN aber auch, den Songs durch melodische Elemente eine überaus abwechslungsreiche Atmosphäre zu verpassen ('Words Of Regrets'). Dabei bleibt auch immer wieder Zeit für überaus fette Grooves ('Selfconfidence'). Aktivposten sind zudem die wandlungsfähigen Vocals von Sänger Jan-Erik Niemi, die mitunter tief gegrowlt, mitunter aber auch mit einer etwas helleren Klangfarbe daherkommen, so dass Vergleiche mit MAJESTIC DOWNFALL nicht von der Hand zu weisen sind ('Steal The Grail' eher ruhig melodiös mit BEASTIE BOYS Quietscheinlagen).
Kurz: Die findigen Finnen von PROCESS PAIN haben mit "Outcast Of Society" ein denkwürdiges Death-Metal-Debüt der härteren und garstigeren Gangart erschaffen, das auf ganzer Länge zu überzeugen weiß. Westside Fincore Death Metal eben.