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Red Eleven - Idiot Factory

VÖ: 22. April 2013   •   Label:  Inverse Records

Manchmal ist der Blick in den Rückspiegel doch wesentlich besser als ein verkrampfter, verblendeter Blick nach vorne! Und genau das haben die fünf Finnen von RED ELEVEN gemacht, die mit „Idiot Factory“ ihren ersten Longplayer der Veröffentlichung anheim geben.

Denn schon beim Hören des Openers 'Adrenaline' wird man in eine längst vergessene Zeit katapultiert, meint man doch die Vocals von Mike Patton von FAITH NO MORE zu vernehmen, und zwar von der frühen Schaffensphase mit dem herausragendem Album „The Real Thing“. Diese lassen unter anderem auf den herausragenden Songs 'Proud to be proud' und 'W.M.F.F' grüßen, auch im Hinblick auf die hintergründigen Atmosphäre schaffenden Keyboards.

Daneben finden sich auch evidente Anleihen der Grunge-Götter ALICE IN CHAINS, die mit anderen Bands ihres Genres dem Glamrock-Übel der 80er den lange benötigten Todesstoß versetzten. 'Like a river it flows' ist einer dieser Songs, der den Grunge in einer ganz neuen Form zelebriert, eben in dem Gewande des neuen Jahrtausends.

Diese beiden Ausnahmebands sind also erklärtermaßen Vorbilder von den fünf Mannen von RED ELEVEN, die ihrerseits erste musikalische Lorbeeren bei Acts wie SONS OF AEON, DARK DAYS AHEAD, DEAD CULT DIARIES oder CODE FOR SILENCE sammeln konnten.

All das führt dazu, dass RED ELEVEN harten Rock, groovigen Metal und melodische Melodien miteinander kombinieren.

Programmatisch dafür steht der titelgebende Track 'Idiot Factory', der mit groovigen dynamischen Riffs und grimmig rauen Vocals beginnt, dann ins rockig Melodische mit klaren Vocals umschwingt, um dann ins „FAITH-NO-MORige“ abzudriften,  inklusive überzeugender Gitarrensoli.

Bei 'Allies' glaubt man zunächst, es handele sich um eine klassische Grunge-Ballade. Doch die gesetzten, depressiven Anfänge nehmen ungemein Fahrt auf, um dann in einem längeren kraftvoll rockigen furiosen Finale durchhaltewilligen Optimismus zu zelebrieren. Mit 'Streets of forgotten', einer kraftvollen Rock-Hymne, gibt es dann auch noch einen Schuss LED ZEPPELIN.

Kurz: ein überzeugendes Debutalbum, das in gekonnter Weise mit verschiedenen Stilen spielt und dabei an die guten alten frühen 90er anknüpft.

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