Die Riffs auf „Requiem For The Indifferent“ kommen alles andere als weichgespült daher. Immer wieder lässt das Duo Mark Jansen und Isaak Delahaye die Äxte amtlich kreisen. Natürlich gibt es auch genug ruhige, verträumte Momente, denen Simone Simons mit ihrem hohen, aber nie unangenehmen Gesang die richtige Klangfarbe verleiht. Doch die im Kontrast gebrauchten Growls sorgen dafür, dass die Musik eigentlich nie in kitschige Gefilde abdriftet. Auch die progressiven Einflüsse (einige Passagen klingen fast nach Dream Theater) sorgen immer wieder dafür, dass „Requiem For The Indifferent“ nicht penetrant ins Ohr geht, sondern erschlossen werden will. Hier liegt vielleicht auch der Hauptkritikpunkt an der Platte: Die Songs sind insgesamt auf gutem Niveau, überragende Hymnen suche zumindest ich vergeblich.
Das soll aber nicht zu negativ klingen, da Epica insgesamt wirklich eine gute Scheibe abgeliefert haben, die man auch als Metalfan bedenkenlos hören darf.
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