Ein Blick auf das Line Up dürfte bei dem einigermaßen versierten Genregänger bereits die ein oder andere Glocke im Köpfchen klingeln lassen. Steve „Doc“ Wacholz? Haben wir doch irgendwie schon mal gehört. Todd Michael Hall? Klingt auch irgendwie bekannt. Na klar, während ersterer bereits für Savatage und Crimson Glory drommelte, machte letzterer vor allem durch seine Arbeit für Jack Starr’s Burning Starr auf sich aufmerksam. Basser Ned griff ebenfalls bereits für Jack Starr in die Saiten und Bryan Holland war einst für Tokyo Blade tätig. Doch genug des Namedroppings – was hat die Kapelle aus Detroit zu bieten? Handwerklich ist hier natürlich alles am rechten Platze, das ist ja klar. Und auch in Sachen Songwriting hat man den ein oder anderen guten Song zustande gebracht. Songs wie „Phantom Road“ oder „Bleed For Me„ gehen einfach ins Ohr. Gekonnt werden die glühenden Röhren amerikanischer Riffkunst mit melodiösen Läufen britischer Metalwelle miteinander verwoben, so dass Fans von Twisted Tower Dire, Phantom X, Striker aber auch Vicious Rumors & Co fast blind zugreifen dürfen. Ihre Stärken breitet die Band in Songs wie „Revolution Rising“ aus. Da verzeit man auch, dass nicht jeder Song ein Hit ist – wirklich Ausfälle gibt es aber eigentlich auch nicht. Und seien wir mal ehrlich, liebe Kollegen des Blätterwaldes: auch Savatage & Co haben nicht mit jedem Song ihrer Alben ins Schwarze getroffen, da musste man ja doch auch die ein oder andere Durststrecke durchleben, bevor die großen Evergreens geschrieben wurden. Reverence klingen frisch und motiviert und wer auf der Suche nach neuen hoffnungsvollen Bands für seine Sammlung ist, der macht mit „When Darkness Calls“ sicherlich nichts falsch.
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