Na ja, fangen wir mal bei dem Objektiven an. Rogga hat mal wieder seine Mitstreiter ausgetauscht und die zweite Gitarre und die Drums neu besetzt. Stilistisch hat das keine Auswirkungen und das ist auch das Problem. Jemand, der noch nie Death Metal schwedischer Bauart gehört hat, wird sicher begeistert von dem tiefen fetten Sound der Platte sein. Wer allerdings seit längerem mit diesem Klang vertraut ist, wird wohl nichts Besonders an dieser Scheibe finden. Das ist alles zu sehr nach Standard zusammengespielt. Dann und wann versuchen die Schweden mal den Sound zu erweitern, das geht dann aber schief. Was soll die Happy Metal Gitarre bei ´Suffering Earth´? Die zerschießt dann auch noch die Atmosphäre. Ich bleib dabei, dass Rogga, der fraglos viel Talent hat, sich mehr fokussieren sollte. Bei der Enzyklopedia Metallum sind elf aktive Bands gelistet. Es ist wohl nahezu unmöglich, so kreativ zu sein, damit es da keinen Durchschnitt gibt. Insbesondere da sie stilistisch schon sehr eng beieinander sind. Die vielen ehemaligen Bands und Gastauftritte lasse ich mal außen vor. Irgendwie klingt vieles gewollt. In die Richtung geht auch das ganz gute Cover von Juanjo Castellano, das doch wesentlich mehr an Dan Seagrave erinnert als seine anderen Werke.
Unterm Strich bleibt ein durchschnittliches Album. Nicht jede Band muss das Rad neu erfinden, viele Bands (z.B. LIK) halten es wesentlich kompetenter am Laufen. Es passiert ja nicht so oft, dass ich mit Kollege Zwingelberg einer Meinung bin, aber hier schließe ich mit einem Satz aus seinem Review zu ´Opus Ribcage´, der es immer noch trifft: „Eine solide Scheibe mit klaren Werten, aber ohne echte musikalische Highlights!“
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