Die vorliegende Langrille bietet einen Einblick in das bisherige Schaffen der Band, die seit 2005 ihr Unwesen treibt. Neben zwei Livetracks am Ende des Albums gibt es Songs, die bisher auf diversen Singles veröffentlicht wurden. Und wenn eine Punkband schon 2 neue Tracks auf eine solche Scheibe nimmt, dann versteckt sie ´Sailors Grave´ und ´Azaria´ in der Mitte von ´Doctors, Lawyers, Strippers & Fools´. Es liegt nicht nur an den unterschiedlichen Produktionen (die alle gut sind), dass diese Scheibe bis zum Schluss interessant bleibt. RUST überzeugen insbesondere durch die gute, metallisch angehauchte Gitarrenarbeit und ihre Variabilität. So schimmert bei ´ Concrete Jungle´ etwas Ska durch, bei ´A Shadow On The Pier´ erinnert die Gitarre stark an die legendären Landsmänner von Rose Tattoo und der Beginn von ´Sailors Grave könnte von Motörhead stammen. Diese drei Songs folgen übrigens aufeinander und stehen exemplarisch die Bandbreite der Band.
RUST sind wirklich eine Bereicherung und liefern eines der besten und variabelsten Punk Alben ab, die ich in letzter Zeit gehört habe. Da ist es egal, ob ihr Doctors, Lawyers, Strippers oder Fools seid. Wenn ihr auf gut gelaunte und gleichzeitig aggressive Mucke steht, solltet ihr euch mit RUST beschäftigen.
Für 2014 ist übrigens eine Europa Tour geplant. Da sollte man hingehen, wer weiß, wann sie das nächste Mal in unseren Gefilden auftauchen.