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Ryker´s - Hard To The Core

VÖ: 01. Mai 2014   •   Label:  BDHW

Wie sonst ist es zu erklären, dass eine Band aus Kassel bereits ihr Debüt Brother ´Against Brother´ als Split Picture Disc mit Sick Of It All veröffentlicht? Oder sollte etwa doch… tatsächlich endlich hat sich mal musikalische Qualität gegen die Herkunft durchgesetzt. RYKER´S kommen nicht aus New York, Boston oder zumindest Berlin Kreuzberg, sondern aus dem beschaulichen Hessen. Das alleine zeigt, wie großartig die Musik sein muss, wenn es zur hohen internationalen Akzeptanz reicht. Keine andere deutsche Hardcoreband hat außerhalb Deutschlands einen so guten Ruf.
Den haben RYKER´S auch nicht aufs Spiel gesetzt. Im Jahr 2000 löste man sich auf, schade aber besser als unmotiviert weiter zu machen. Seit einiger Zeit gab es nun wieder Live Gigs, unter anderem auf dem With Full Force, wo sie zurecht im Zelt Headliner waren.
Nun legt die Band auch auf Platte nach und bringt mit ´Hard To The Core´nach 15 Jahren wieder ein Studioalbum auf den Markt und bleibt sich treu.

Als eine der ersten Hardcorebands hatten RYKER'S einen deutlich hörbaren Metal Einschlag. Der ging weiter als der von Pantera oder von heutigen Hatebreed. Es geht bei  RYKER'S nicht nur um Groove und einen fetten Sound. Tracks wie der Opener oder ´Can´t Kill A Dream´ haben - was die Gitarrenarbeit angeht - eine deutliche Metal Kante. Aber natürlich gibt es auch die typischen Downbeat Groover mit Gangshouts. Diese Mischung sorgt dafür, dass die Platte über die gesamte Spielzeit interessant bleibt. Es ist klar, dass RYKER'S 2014 nicht mehr ganz so hungrig klingen, aber etwas mehr Frische hätte der Platte gut getan. Vielleicht liegt das aber auch an der Produktion, die mir etwas zu stumpf ist. Glücklicher Weise sind die Hessen aber nicht der Versuchung erlegen, den fettesten Sound, der heute möglich ist, zu verwenden. Das hätte der Platte auf jeden Fall viel an Spirit genommen.

Unterm Strich ist ´Hard To The Core´ ein sehr solides Comeback Album geworden und das, obwohl  RYKER'S selbst die Latte dafür sehr hoch gelegt haben. Schade, dass die Jungs nicht von Beginn an bei der Persistence Tour dabei waren. Live sind sie eine Macht und die jungen Bands hätte noch mal richtig was lernen können. Welcome Back!

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