Nach dem Livealbum "Til Death Do Us Part" liegt nun die dritte Studioscheibe der reformierten US-Metaller vor. Und während ich eigentlich etwas schrägen und rumpelligen US Metal erwartet hatte, werden schon beim Opener "Paradise Lost" wohlige Erinnerungen an Fates Warning zu "Awaken the Guardian" aber auch zu "Parallels" Zeiten wach. Stimmlich erinnert Rob Thorne, der auch für die Produktion verantworlich zeichnet, durchaus an James LaBrie oder frühe Ray Alder. Bei Songs wie "Hunt for the Fallen Angel" zeigen die Jungs, dass sie ihre Instrumente beherschen und doch verfällt man nicht in nervenaufreibendes Proggen, das dann nur noch nach längerem Musikstudium nachvollziehbar ist. Mit "Blood Storm" oder "Voodoo Dolls" zeigt man eindrucksvoll, dass technische Finesse durchaus mit eingängigen und harten Melodien vereinbar ist. Mit "High and Mighty" findet man sogar einen echten Groovekracher.
"Sacred Oath" ist eine erfrischend altbackende und doch zeitgemäße Metal Scheibe mit vielen schönen Melodien und Frickeleien geworden, die in fulminanter Weise die Sounds von Fates Warning/Dream Theater mit Bands wie Jag Panzer oder Titan Force verbindet!
Für mich ist dieses Drittwerk auf jeden Fall eine der positiven Überraschungen dieses Metalsommers und ich hoffe, dass man sich nicht wieder 20 Jahre Zeit nimmt, wie zwischen den ersten beiden Alben.
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