Samsara Circle - Sanctum (EP)
Der Sound bewegt sich gekonnt zwischen klassischem und modernem Metal, wobei das Düsterpotenzial schon enorm ist. Und das macht die Musik auch so attraktiv, denn Tiefe und Intensität ohne ein gehöriges Maß an Nachdenklichkeit und Melancholie sind überhaupt nicht denkbar. Wenn dann noch eine gewaltige Portion Dynamik, Energie und Kraft mit von der Partie ist, und zwar vor dem Hintergrund mitreißender, unaufdringlicher Melodiosität, dann entsteht eben diese hochexplosive Mischung, aus der wahrhaft hymnische Kraftbündel zu entstehen vermögen.
Das geht dann mitunter schon ins Gothic-Metallische, bisweilen PARADISE-LOST-artige, obwohl SASARA CIRCLE natürlich für ihren ganz eigenen, genuin eigenen und einzigartigen Sound stehen. Man höre sich nur einmal den Rausschmeißer 'A Fire On The Oceans Ground', der durch seine melancholisch-groovige Kraft im Verein mit riffiger Härte mehr als zu überzeugen weiß. Als Aktivposten fungiert hier auch der Mann am Mikro, der seine Vocals gekonnt zu variieren vermag und damit den Songs noch das ganz besondere Etwas verleiht. Gleiches gilt für die Gitarren, die für eine ungeahnt intensive Atmosphäre sorgen. Hammersong!
Der Opener 'Forever Backwards' kommt um einiges heftiger daher, finden sich hier doch unverkennbar thrashige Anleihen, gekonnt gebremst durch hammermäßige Grooves inklusive tiefer todesmetallischer Growls und einer Prise melodischer Wehmut. Herrlich. Hier wird Abwechslung geradezu gelebt. Während der Track 'Clouds' passend zum Titel trotz seiner quirligen Brutalität mit einer überaus melodischen und atmosphärischen Melody-Line aufwaten kann, strotzt 'Cryo Chamber' nur so von metallischer Leidenschaft. Düstere mit festlichen Keyboards untermalte Riffs leiten 'Sundance' ein, das sich dann wie eine Raupe in einen unergründbaren Metal-Schmetterling verwandelt, ehe der Hörer mit 'Sanctum' in das Heilige dieser EP vorstößt, nämlich zu dem titelgebendem Track, der programmatisch noch einmal das ganze Potenzial der Düsseldorfer unter Beweis stellt.
Kurz: Die Düsseldorfer haben mit "Sanctum" ein wirklich unverzichtbares Stück Metal vorgelegt, das durch seine groovige, brutale Power, seine düstere, melodische Hymnik und seine unglaubliche Vielfältigkeit zu überzeugen weiß und gekonnt mit den verschiedensten Metal-Genres zu spielen vermag. Klassisch, thrashig, modern, gothic- und todesmetallisch eben, aber immer original SAMSARA CIRCLE!