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Sandra Dee - Visions of Pain

VÖ: 24. Juli 2011   •   Label:  Eonian/Nightmare/Sony Red

Trotzdem erinnert die kurze Geschichte der Jungs irgendwie an die "Lone Rangers" aus dem Film Airheads, selbst wenn Sandra Dee, die Ende der 80iger für Firehouse eröffneten, laut eigenen Angaben dem Headliner den Schneid abkauften.
Die vorliegende Scheibe, die den Hauch voN Haarspray mit dem Geruch glühender Verstärkerröhren verbindet, besteht aus zwei Teilen, da die Band 1989-90 und 1991-92 mit jeweils unterschiedlichem Line-Up unterwegs war. Nun liegen jeweils 5 Songs aus jeder Ära vor. Während der erste Teil schon einen deutlichen Metal Einschlag aufweisen kann und mit "Cassandra" auch einen recht hörenswerten Song vorweisen kann, wurden Anfang der 90iger auch schon modernere Einflüsse verwurstet. So finden sich im Titelsong gar Alice In Chains verdächtige Riffs, was mir persönlich für eine Sleaze Band zu heavy ist. Auch "Cold" zeigt Zähne und das stampfende Riff passt weniger zu den gestylten Frisuren und der Skid Row Optik der Band, als vielmehr zum härteren Seatle Sound der kommenden Jahre.
Während der erste Teil der Scheibe für Freunde von Mötley Crüe noch hörenswert sein mag, zeigt der zweite Teil, warum es zum Line Up Wechsel kam. Die Band schien damals musikalisch zwischen den Stühlen zu sitzen. Den mit Dollarnoten gut gepolsterten Sleaze Metal Stuhl wollten sie noch nicht verlassen, auf dem Grunge Metal Hocker waren sie noch nicht angekommen, so dass sie offenbar schließlich auch hier das Nachsehen hatten. Ob man die Songs von Sandra Dee nun noch braucht, bezweifele ich. Diese Scheibe ist doch wohl eher nur für Leute, die nun wirklich jede Scheibe aus der Drei Wetter Taft Ära benötigen!

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