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Scarab - Serpents of the Nile

VÖ: 05. März 2015   •   Label:  VICISOLUM PRODUCTIONS

Zwar ist der Titel des Openers fast länger als der knapp dreiminütige Track selbst, jedoch lässt dieses Intro schon erahnen, dass wir es hier mit Exoten zu tun haben. Die Mythologen unter uns haben natürlich längst am Bandnamen erkannt, aus welchen Breitengraden diese Band stammt: Ägypten – Kairo, um genau zu sein. Entsprechend hat man sich den göttlichen Pillendreher las Namensgeber auserwählt. Und wenn die Mitmenschen schon von allen guten Geistern verlassen worden zu sein scheinen, dann wird es vielleicht Zeit, sich mal wieder dem ägyptischen Sonnengott RE anzuvertrauen. Wirklich sonnig geht es auf dem Zweitwerk der Ägypter jedoch nicht zu, denn der Sechser liefert auf „Serpents of the Nile“ ein oberamtliches Death Metal Brett ab. Wer über eine gute Anlage verfügt, dürfte sich bei Songs wie „Spells of Coming…“ an der rasenden Double Bass erfreuen, die brutal aus den Boxen donnert wie die Nägel aus einem Elektrotacker. Allerdings setzten SCARAB nicht nur auf Brutalität und Geschwindigkeit, sondern lassen epische Keyboards ebenso in ihre Songs einfließen, wie ein gutes Händchen für messerscharfe Riffs. Da wundert es nicht, dass viele der Songs fast an die 10 Minuten Marke heranreichen. Der Titeltrack ist mit seinen knapp 5 Minuten tatsächlich der kürzeste Song der Scheibe.

Brutal, riffig, episch und melodiös umschreibt den zweiten Longplayer der Ägypter wohl am besten. Da hat sich die lange Wartezeit durchaus gelohnt. Ursprünglich war der Nachfolger des in Eigenregie veröffentlichten „Blinding the Masses“ bereits für 2011 geplant. Doch gut Ding will nun mal Weile haben.

Mit „Serpents of the Nile“ bringen sich SCARAB als ernstzunehmende Konkurrenten für die skandinavischen pechschwarzen Todesbleibands ins Gespräch. Das Zweitwerk der Ägypter platzt fast vor Brutalität und gehört auf alle Fälle zu den Highlights im atmosphärischen Technik-Death Metal im noch jungen Jahr 2015. Und wenn ich in diesem Zusammenhang noch einen Wunsch an RE, den alten Sonnenanbeter, loswerden dürfte: Möge den Schuhdieb von letzter Nacht der Blitz auf dem Klo treffen.

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