VÖ: 06. August 2015 • Label: Kernkraftritter Records
von Linus-Henry Meyer
07. August 2015
Ganze 12 Tracks bieten sich dem Hörer. Nachdem der selbstbetitelte erste Release 2012 schon positive Kritiken einfahren konnte, wird nun im gleichen Fahrwasser ein Langspieler nachgelegt. Musikalisch bewegt sich das Ganze eher in groovigen Gefilden und im Midtempo Bereich. Dass hierbei die Oldschool Legenden CARCASS Pate standen, lässt sich vor allem bei Songs wie „Hindsight“ oder „Pathetic“ ablesen. Große Doublebass- oder Blastbeatgewitter sucht man zwar vergeblich, dafür werden einem viele Melodien a la IN FLAMES und neben Growls auch cleane Gesänge geboten. Manche mögen meinen, dass so das Ganze nicht aus dem Quark kommt. Doch grade ein Song wie „God Given“ zeigt, dass vor allem groovigere Riffs headbangtauglich sind. Der melodiöseste Song des Album „Watch Me“ featured SOILWORKs Bjorn Strid und zeigt deutliche Anleihen aus dem Bereich Metalcore. SCARNIVAL haben also ihren eigenen Weg gefunden. Der Fokus liegt auf ohrwurmtauglichen Refrains, die in harte Songs eingebettet sind. Der Titeltrack „The Art Of Suffering“ steht hierfür als Paradebeispiel.
Zwar sind wirkliche Höhepunkte und Innovationen auf „The Art Of Suffering“ spärlich gesät. Insgesamt bietet sich dem Hörer aber ein durchaus Headbang taugliches und anspruchsvolles Melodic Death Metal Werk. Keine hörbare Spur von Provinz und amtlich durchproduziert. Das kann sich sehen lassen!
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren