„Das nächste Zeitalter von Gitarrengöttern wird nicht mehr aus Gitarristen bestehen, sondern aus Rock Violinisten und Cellisten.“ Selbstbewusst äußer sich Scheppel zu seinem Album, doch steckt etwas hinter diesen Worten, oder ist es doch nur heiße Luft?
Pompöse orchestrale Inszenierungen, kreischende Geigensoli und wuchtige, harte Rhythmen – Diese Kombination mag beim ersten Lesen für einige gerunzelte Stirnen sorgen, doch seid gewiss, das passt wie die Faust aufs Auge. Bei genauerem Hinhören wird man feststellen das die Gitarren- und Violinenklänge gar nicht so verschieden sind. Durch die Sanftheit der Geige wird die Härte der übrigen Instrumente jedoch ein wenig gedrosselt. Dies tut den Songs jedoch keinen Abbruch, denn sie sind trotzdem sehr eingängig.
Mir gefällt dieser Silberling wirklich gut. Diese Songs könnte ich mir auch wunderbar auf einem Film Soundtrack vorstellen. Leider muss ich aber auch sagen dass die meisten Songs eher eine angenehme Hintergrundbeschallung darstellen, als aktive Hörfreude bereiten. Aber eigentlich finde ich diese Tatsache gar nicht so negativ wie sie klingt.
Meine Lieblingssong sind „Black Satisfaction“ und das „Born To Be Wild“ Cover. Diese Tracks sind einfach unglaublich kraftvoll und wirken sich recht positive auf meine Motivation aus.
Am Ende zeigt diese Platte wieder einmal das auf, was bereits bekannt ist – Metal und Klassik liegen gar nicht so weit auseinander. Ein gelungenes Album, welches Lust auf mehr macht. Bei dieser Genrekombination ist wirklich noch sehr viel Luft nach oben offen – Ich bin also sehr gespannt.