Sechs Bandmitglieder, drei von ihnen Multiinstrumentalisten, THE OCEAN, ISIS, OPETH und AGALLOCH als beeinflussende Vorbilder. Das hört sich doch vielversprechend an. SECRETS OF THE SKY, wie sich die Kalifornier als Band nennen, sind zusammengekommen, um dem atmosphärischen Metal zu frönen, allerdings mit einer gewaltigen Portion Doom und kleineren Prisen des tödlichen, düster schwarzen und proggigen Metals dabei.
Mit „To sail black waters“ geht nun das schon 2012 aufgenommene Debütalbum „To sail black waters“ weltweit an den Start: In vier überlangen Tracks werden musikalisch alle Register gezogen. Drei Aufnahmespuren für die Gitarren, zwei oder drei Keyboards gleichzeitig sowie eine große Bandbreite der Vocals, von emotional clean über infernal krächzend bis hin zu zutiefst tiefe und höllischen Growls, erschaffen überaus dichte, epische und atmosphärische Klangwelten, die einen über die ganze Länge des Albums fest und unentrinnbar in ihren Bann ziehen.
Das liegt auch an den zeitweisen hypnotischen Songpassagen ('Decline'), an den nicht vorhersehbaren Songstrukturen ('Winter'), an den düsteren nichtmetallischen melodischen Songpartien ('Sunrise') sowie an der organisch mit der gothicmäßigen PARADISE-LOST-artigen Düsternis verwobenen kraftvollen Härte in der Songtextur ('Black waters').
Mit „To Sail Black Waters“ gelingt SECRETS OF THE SKY ein eindrucksvolles, sphärisch klangvolles Post-Metal-Progressive-Doom-Album, das perfekt zum tristen verregneten Herbst passt und in keiner Sammlung fehlen sollte.