VÖ: 26. Februar 2007 • Label: Galactic Records / Plastic Head
von Marc Stoffregen
13. September 2007
Ich könnte es mir jetzt einfach machen und sagen sie machen ähnliche Musik wie „Shape Of Despair“ und „Puissance“, doch das wäre etwas weit hergeholt, zumal stilistisch nur eine entfernte Verwandtschaft auszumachen ist und qualitativ Welten zwischen dem vorliegenden Release und den Alben der genannten Bands liegen. „The Sublime“ offenbart sich als rein instrumentales Werk. „Sepia Dreamer“ haben für uns lediglich 4 Songs parat, wovon das erste ein 2 minütiges Intro ist. Wer rechnen kann, weiß, dass bei einer Spielzeit von 44 Minuten, 3 Mammutstücke instrumentaler Natur übrig bleiben. Stilmäßig wandelt man irgendwo auf stark angehauchten Gothic-Pfaden und verbindet diese mit Elementen der Klassik. Klar, sind die Melodien stellenweise schön anzuhören. Düstere Synthies und leise Pianoklänge dringen dem Hörer in die Lauschlappen. Spätestens ab dem dritten Stück, weicht der orchestrale Grundtenor dann doch etwas und jaulende Gitarren, die sogar manchmal ein wenig an „Katatonia“ zu „Brave Murder Day“ Zeiten erinnern, machen sich breit. Leider fehlt es der Veröffentlichung stark an Dramaturgie. Man versucht sie zwar aufzubauen, aber scheitert zu oft auch schon im Ansatz. Auch beim zweiten Stück erweist sich so mancher Gitarreneinsatz eher als sperrig und fehlplaziert. Der ganz große Wurf ist „Sepia Dreamer“ mit ihrem zweiten Album ganz bestimmt nicht gelungen. Festzuhalten bleibt dennoch, dass ich den Jungs mit einer 5 Punkte Wertung Unrecht getan hätte. Das wäre nämlich passiert, wenn ich dieses Album nur einmal gehört hätte. So reicht es für ein paar Punkte mehr, da „The Sublime“ stellenweise ganz nett anzuhören ist. Größtes Manko sind und bleiben jedoch die Abwechslung und die dadurch häufiger resultierende Langeweile.
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