Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass die Metalanteile doch deutlich dominieren. Songs wie "Differences" und "TV World" haben zwar progressive Einflüsse, was vor allem an der Taktung und den Keyboards liegt, doch sie gehen allemal als kernige Melodic Rocker durch und sind vom Härtegrad auf jeden Fall bis -20° frostfrei.
Wer nun denkt, dass nur 7 Song ein bißchen wenig Stoff für einen Longplayer sind, der wird hier eines Besseren belehrt. Mit dem Titeltrack liefern die Eidgenossen einen wahren Opus ab: 22.23 Minuten! So lange dauert so manche Black Metal Scheibe nicht!
Silent Memorial verlieren sich auf ihrem Zweitwerk nicht in unendlichen Frickelpassagen und feiern weniger ihre eigenen Spielkünste als dass sie an guten Songs interessiert sind. Das Resultat ist eine Mischung aus Mind Odysee und neueren Tad Morose (z.B. "Fear"). Abwechslung und Eingängigkeit wechseln sich mit anspruchsvollen Teilen ab, so dass "Retrospective" insgesamt ein gefälliges Prog-Melodic-Metal Werk geworden ist.
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