„Now and Forever“ wurde nach derselben Bauanleitung wie die Vorgänger montiert und entsprechend funktionieren die Songs ebenso problemlos wie die Prototypen. Liv, Jimmy & Co haben abermals 10 dreckige Metalsongs aufgenommen, die irgendwo zwischen Sleaze und Motörhead liegen und ordentlich in den Hintern treten. Während Frontfrau Liv, die in den Anfangstagen von Sister Sin ja auch noch bei den Metalamazonen von Hysterica am Mikro stand, gewohnt rotzig rüberkommt, scheint mir die Produktion insgesamt etwas zahmer als noch auf dem völlig verdreckten Vorgänger.
Wie so häufig liegt die Schönheit einer Sache ja im Auge des Betrachters. So kann man sich wohl streiten, ob die Songs gleich ins Ohr gehen, oder ob sie doch etwas zu gleichförmig ausgefallen sind und daher nur nicht besonders auffallen. Eins ist sicher, die Songs sind alle gut, auch wenn die Ballade „Morning After“ am Ende nicht wirklich überzeugt. Songs wie „Fight Song“ oder „The Chosen Few“ passen zweifelsohne ins Gesamtkonzept der sündigen Schwestern. Und doch kann das Gro der Songs mit älteren Kompositionen wie „Beat ‚em down“ oder „Hostile Violent“ nicht mithalten.
„Now and Forever“ wird somit wohl jetzt und für immer etwas im Schatten der beiden Vorgänger stehen und ist dennoch ein solides Drittwerk der Göteborger.
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