Was beim Hören der Platte als erstes in die Gehörgänge schießt, ist der auffallende Gitarrensound. Teilweise seicht im Hintergrund zupfend, teilweise offensiv in den Vordergrund preschend ist die Gitarre äußerst ausdrucksstark fast immer präsent. Was die restliche musikalische Darbietung angeht hat das Erstlingswerk durchaus Klasse, ist aber aufgrund des kompakten Sounds insgesamt recht schwer verdaulich. Man muss den fünf Jungs von Six Gallery allerdings zugestehen, dass sie ihr Handwerk verstehen und äußerst überlegte sowie reife Songs präsentieren. Dennoch musste ich die Platte mehr als einmal durchlaufen lassen, bis ich den richtigen Zugang zu ihr finden konnte.
Mit Songs wie „Edie & The Marble Faun“ oder „Smile Like A Switch“ werden dem gewillten Lauscher melancholisch-atmosphärische Momente geboten. Der Opener „Bermuda Triangles“ kommt dagegen wesentlich flotter und frischer daher. Ein wirklich herausragender Hit offenbarte sich mir auf der Platte leider nicht.
Für ein Debüt bietet die Band ein gut durchdachtes und musikalisch gut ausgearbeitetes Werk mit viel Klasse. Der feingliedrige Gitarrensound von Will Vokac and Ben Schreiber bietet Six Gallery die Chance, sich von anderen Bands ihres Genres abzuheben. Musikalisch ist das Album sehr stark und man kann sich durchaus in den Klängen verlieren, dennoch wollte der Funke zumindest bei mir nicht gänzlich überspringen. Ob es den fünf Jungs gelingen wird, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen bleibt abzuwarten. Verdient hätten sie es.
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