Für Puristen und Schubladendenker dürfte jedes SKINDRED Album die härteste denkbare Dschungelprüfung sein. Die wilde Mischung aus DUB, Industrial, Punk und Metal dürfte nach wie vor nicht jedermanns Geschmack sein und doch muss man den Walisern zugestehen eine Art Prototyp für Crossover zu sein.
Ob das CYPRESS HILL-artige „Kill the Power“, das kakophonische „Playing With The Devil“ oder das punkrockige „Saturday“, SKINDRED zelebrieren mit ihrem Stil, dass sie eben eigentlich gar keinen Stil haben sondern das tun was sie selber hören möchten. Vom tanzbaren Dubstepper bis zum Haare-schüttelnden Gitarrenventilator finden sich Songs für jeden Geschmack – ausgenommen sind natürlich die Traditionalisten. Während ein Song wie „Playing With The Devil“ wohl eher die geschmacksverirrte Core-Jugend ansprechen dürfte, sind die Highlights der musikalischen Mischgetränke für meinen Geschmack auf dem hinteren Teil der Scheibe zu finden. Beginnend mit „The Kids Are Right Now“ orientieren sich die Jungs um Benji Webbe an ihren eigenen Vorgaben á la „RootsRockRiot“.
SKINDRED können 16 Jahre nach ihrer Gründung immer noch durch Abwechslung und Originalität überzeugen. Wo andere Bands die Schraube überdrehen und sich damit zur musikalischen Daumschraube des Gehörgangs entstellen, platzieren die Waliser eingängige Melodien neben vertrackten Pattern und kraftvollen Riffs, die der tanzwütigen Meute den Schweiß in die Augen treibt. Von wegen ich bin in den 80ern hängen geblieben! Pah – Es muss eben nur gut gemacht sein! Und für gutgemachten Crossover bleiben SKINDRED auch anno 2014 ein Garant!
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