Egal, lassen wir lieber das neue, zweite Album von SLAVEATGOD sprechen, einer griechischen Band, die sich mit ihrem Debüt schon einige Anerkennung im Bereich des progressiven, technischen Metalcores (Djent) erworben habt und dort nun mit ihrer neuen Veröffentlichung anknüpfen will, indem sie den Weg des Mischens von groovigen Metalcore-Riffs und heftig brutalen Gitarrenparts mit catchy melancholischen Melodien weitergeht. Dass dabei auch die obligatorische Mischung aus aggressiven Screams und klaren Vocals zu hören sind, versteht sich vor diesem Hintergrund natürlich von selbst.
Zunächst einmal: Die Melodik, die in den einzelnen Songs zu Tage tritt, ist durchaus überzeugend, ist sie doch von großer Traurigkeit, großer Wehmütigkeit und großer Trübsinnigkeit erfüllt in etwa so, wie wir es streckenweise auch von den EMIL BULLS, 4LYN oder den melancholischen BRING ME THE HORIZON gewohnt sind. Das lässt sich besonders eindrucksvoll in Songs wie 'The Weekend's Rest' oder 'Corridors' Swirl' beobachten. Im gewollt heftigen Kontrast dazu steht die aggressive Brutalität, die diesem Genre eigen ist und zu dem typischen Aufs - und Abs der Gefühle führt ('Downcast Parade').
Richtig etwas auf die Ohren gibt es dann phasenweise bei dem Track 'Guiding Blight', der Djent-mäßig phasenweise sehr in der Tradition von MESHUGGAH steht. Das fortschrittlich Progressive manifestiert sich für mich dann in den seltenen, sporadischen sphärischen, keyboarddominierenden Passagen. Die klassischen Gitarrensoli wie in 'Ceased The Days' gehören naturgemäß nicht dazu. Dass die Songs von der Struktur her nicht wirklich variieren, mag dem Genre geschuldet sein. Ob das ein Makel ist, muss jeder selber entscheiden.
Fazit: SLAVEATGOD legen mit "The Skyline Fission" ein gutes, grundsolides Album vor, das sich durchaus gekonnt im Spannungsfeld von den EMIL BULLS, BRING ME THE HORIZON und MESHUGGAH bewegt und für mich vor allem durch seine melodiöse Melancholie punkten kann.