Da hoffen wir also mal, dass hier nicht nur auf Quantität, sondern auch auf die Qualität geachtet wird.
Sie beschreiben sich selber als "Ab-geht-die-Post-Heavy-Metal Combo", in deren Songs "sämtliche Facetten des Thrash- und Heavy Metals des letzten als auch des neuen Millenniums" zu finden sind. Ein hoher Anspruch. Tatsächlich bietet man recht modernen, kraftvollen Thrash Metal, der eher mit frühen Gurd oder Soil zu vergleichen ist als mit dem unsäglichen Metalcore der Gegenwart. Kritisierte Kollege Trillmich bei "Riven" noch den cleanen Gesang von Sänger Torsten, so kann ich hier kaum Mankos finden. In Songs wie "My Life" bietet die Band tatsächlich einen musikalischen Rundumschlag, der musikalisch eher an Bands wie Contradiction erinnert, gesanglich jedoch fast schon Elemente des Gothic mit einfließen lässt.
Bei Songs wie "Soulless" wird deutlich, dass man sich beim Songwriting noch stärker auf Aspekte wie Melodie und Rhythmus konzentriert hat, während z.B. "Leave Me Alone" schon fast metallica'eske Elemente in sich trägt. Größter Ohrwurm der Scheibe ist wohl "Victim", bei dem Sänger Torsten schon fast an ex-Unrest Sänger Sönke Lau erinnert. "Taste" bringt dann sogar schonf ast bedächtige Weihnachtstsimmung ins Haus, was vor allem an dem Einsatz des Pianos und Kim Petras Stimme liegt. Sehr gelungen!
Um zu meiner Eingangsfrage zurückzukommen: die Frage der Qualität scheint nicht aus dem Blick geraten zu sein, so dass man um so erfreuter auf die Quantität der Songs schauen darf. Sober Truth bedienen auch auf ihrem zweiten Album eine Nische, die noch nicht (oder besser nicht mehr) wirklich besetzt ist.
www.sobertruth
www.myspace.com/sobertruth
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren