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Sparrow Falls - A Brimstone Harvest

VÖ: 23. April 2015   •   Label:  Ring of Fire Records

Da greift man dann schon einmal zu Banjo, Mandoline und Kontrabass oder zu hamondorgelartigen Keyboards und erschaft dadurch ein lange nicht mehr vernommenes Gefühl der Leichtig- und Schwerelosigkeit. Zwar rücken dadurch Härte und Aggressivität in den Hintergrund, dafür können die Songs aber durch ihr eingängiges "Gute-Laune-Feeling" oder ihre nachdenkliche Melancholie punkten ('Fragments Of Once'). Irgendwie eine Mischung aus den BEATSTEAKS und THE HOUSEMARTINS, zumindest sind Anspielungen auf die 80er und 90er nicht von der Hand zu weisen.

Alternative-rockige Rotzigkeit im Verein mit melodischer Nachdenklichkeit und klassischer Rockigkeit bestechen in dem Track 'The Calm', während in 'Harlequin' chorale Gröligkeit trotz einer gehörigen Portion Sehnsucht den Hörer aufrüttelnder Weise mitreißen. Countrymäßig angehaucht, aber nicht minder melodisch kommt 'Wrong Eyed Jesus In The Trunk' daher. Wer hier nicht gute Laune bekommt oder zumindest mitwippt, dessen Fuß muss eingeschlafen sein. Angeloopten, dynamischen Gitarrensound bietet uns 'Belarusian White', ehe die Niederländer mit einer Ode an unsere Hauptstadt Berlin noch einmal richtig gegengehen und vielleicht ihr härtestes, punkigstes und für mich auch bestes Lied darbieten, brilliert es doch durch vielfältigste Facetten und Varianzen.

Hier trifft eindrucksvolle Dynamik auf tiefe Intensität und atmosphärische Melodik. Einfach Hammer! Ähnliches gilt natürlich auch für den Opener 'The Festering', ein wahres Powerbündel an hingebungsvoller Leidenschaft mit sehr überzeugenden Leadgitarrenparts. Dass man bei 'Rooster's Lament' phasenweise an 'London Calling' von THE CLASH denkt, kann Zufall sein oder auch nicht....

Fazit: SPARROW FALLS zeigen mit ihrem zweiten Longplayer "A Brimstone Harvest", dass man dem Punkrock jenseits der niedergetrampelten Radiopfade einen großartigen Sound abgewinnen kann, wenn man von der herkömmlichen Instrumentierung abweicht und auch folkige Elemente einfließen lässt. Auf jeden Fall eine Entdeckung wert!

 

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