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Dragonsfire - Speed Demon

VÖ: 19. Juni 2013   •   Label:  TTH Media

Nach zwei sehr hörenswerten Alben für Pure Steel Records erscheint der dritte Streich nun in Eigenregie. Doch längst bedeutet dies nicht mehr, dass der geneigte Fan eine klapprige Democassette mit rauschig produzierten Songs und schwarz-weiß Cover zugeschickt bekommt. Nein, „Speed Demon“ kann in allen Belangen überzeugen: Cover, Produktion, Songwriting. Mit dem Titeltrack lässt das Quartett sofort ordentlich die Metalaxt kreisen und fräst sich erbarmungslos in den Gehörgang, so dass man die Melodie erst mal nicht mehr so ohne weiteres heraus bekommt. Nun mag man der Band fehlende Innovation vorwerfen, an Abwechslung fehlt es dem Drittwerk jedoch nicht, denn DRAGONSFIRE bedienen mal die eine, mal die andere Stilrichtung des Heavy Metal. So schimmern in Songs wie „The Gunslinger’s Fate“ sowohl teutonische als auch britische und skandinavische Elemente durch. Mit dem melodiösen Einstieg zu „Allied Force“ nöchte man offensichtlich IRON MAIDEN huldigen. „Ask for more“ fällt hingegen deutlich straighter und rockiger aus. Solche Songs würde man eher von SAXON oder GRAVE DIGGER erwarten. Mit dem kurzen „Steel Eel“ gibt es noch einen kleinen Metal Overkill, der in Zusammenarbeit mit den Freunden von IRON FATE entstanden ist. Am Ende gibt es dann noch eine Liveversion von „The Warrior“, welches zwar nur gute Bootleg-Qualität hat, dafür aber auch ein wirkliches Livegefühl vermittelt. Und wenn sich Tom Keifer (CINDERELLA) oder ALICE COOPER auf einem Livealbum permanent im Ton vergreifen dürfen, dann sollte man über diese raue Version von „The Warrior“ wohl keine Worte verlieren – einige Kollegen der schreibenden Zunft stören sich aber scheinbar trotzdem dran. Und seinen wir mal ehrlich: Zwar bieten DRAGONFIRE ihr neuestes Baby als EP an, doch mit knappen 35 Minuten erreicht das Teil doch problemlos die Länge der meisten Alben – andernfalls hätten die meisten Hardcore Bands bis heute wohl ausschließlich EPs veröffentlicht.

DRAGONFIRE liefern mit ihrem dritten Album nicht nur die wohl beste Leistung ihrer bisherigen Karriere ab, sondern auch eines der stärksten Heavy Metal Alben Made In Germany dieses Sommers!

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