Zum Hauptinhalt springen

Spock´s Beard - Spock`s Beard

VÖ: 14. November 2006   •   Label:  Inside Out

Sicher boten die letzten beiden Alben immer noch feines Prog-Entertainment, aber die Magie der alten Scheiben wurde leider nicht mehr erreicht. Zu zerfahren wirkten viele Songs, manche Teile wirkten zweckmäßig zusammengefügt, zu viele Songwriter waren beteiligt. Nun ist es ein ungeschriebenes Gesetz im Musikbuisness, dass wenn eine Band irgendwann ein selbstbetiteltes Album rausbringt, eine einschneidende Veränderung stattfindet, eine bestimmte Phase des Künstlers endet, eine neue beginnt, alles klar?! Genauso ist es hier. Der Orientierungslosigkeit der letzten CDs folgt hier eine vor Selbstbewusstsein strotzende Band, die sich immer mehr aus dem Schatten ihrer eigenen Vergangenheit befreien kann. Der Opener „On a perfect day“ klingt noch sehr nach dem letzten Studioalbum „Octane“, kommt aber trotz vieler Breaks deutlich homogener als ältere Stücke rüber. An zweiter Stelle steht mit dem instrumentalen „Skeletons at the feast“ ne schön abgefahrene Frickelorgie, die sicher aber auch für Headbanger interessant wär, genauso wie der nächste Track „Is this love“, der fett hardrockig, straight und mit 2:51 Minuten knackig auf den Punkt kommt. „All that’s left“ bietet Gänsehautmelodien pur und ist ein echter Hit, sehr geil. Der 12-Minüter „With Your Kiss“ beginnt wunderschön und bluesig ohrwürmelig, wird aber gegen Ende von unpassenden Breaks etwas auseinandergerissen, schade – trotzdem ist dieser Song immer noch besser als vieles der letzten Platten. „Hereafter“ ist eine Klavierballade, in die man sich erst man reinhören muss, bevor sich die Genialität des Stückes erschließt. Hier haut Nick De Virgilio eine sehr reife Gesangsleistung raus, wie übrigens auch auf dem Rest des Albums. Am Ende wartet da dann noch das 17 minütige Epic „As Far As The Mind Can See“. Hier offenbart sich noch mal die ganze Klasse der aktuellen Beard-Besetzung. Es ist mit Sicherheit der beste Longtrack der Post-Neal-Phase und übertrifft ganz locker das zerfahrene „A Flash Before My Eyes“ Mammutwerk der Octane-Scheibe. Fazit: da auch die anderen Stücke, dieser pickepacke vollen CD überzeugen können, ist nun endlich klar: mit Spock’s Beard ist wieder zu rechnen.

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?