Zum Glück scheint mein heutiger Tag nicht so schlimm gewesen zu sein wie der vom Kollegen Zwingelberg, zumindest reicht für mich heute mittelharte Kost hin. Denn STENCH versprechen auf ihrem neuen Longplayer "Venture" sieben brandneue Songs, die den Death-Metal-Geist der alten Schule atmen, allerdings doch aus einem ganz anderen Holz geschnitzt sind. Kein typisch todesmetallisches Gebrettere, keine überkandidelte Produktion, sondern eher eine Ursprünglichkeit und Originalität, die an eine Mischung aus PARADISE-LOSTs "Gothic" mit dem Sound von MOTÖRHEAD erinnert. Kein Wunder, schließlich ist man als Trio zu Dritt unterwegs.
Dass die Growls manchmal fast schon die Grenze zum Black Metal überschreiten, stellt unter Beweis, dass die drei Schweden ihr genuin eigenes Ding machen. Düsterer, todesmetallischer Hardrock, der den Hörer mitnimmt auf eine musikalische Reise in die tiefsten Gefilde des musikalischen Tartarus, der jedoch durch hintergründige Melodien und Harmonien etwas von seinem furchteinflößenden Schrecken verliert, programmatisch zu beobachten in 'Celebration'.
Da haben sich doch die vier Jahre gelohnt, in denen STENCH ihr Material so wie die Kochprofis bei ihren Soßen auf das wirklich Essenzielle reduziert haben: einfaches, immer wiederkehrendes Riffing verfeinert mit mehr oder weniger subtiler Melodik ist der Schlüssel zur einfachen, aber nicht minder atmosphärischen krachigen Düsternis.
Fazit: Auf "Venture" trifft MOTÖRHEADmäßiger Hardrock auf düsteren Death Metal mit Black-Metal-Anteilen, um im wahrsten Sinne des Wortes einen genuin eigenen Sound zu kreieren. Warum nach fünf Pils nicht auch einmal ein Alt trinken. Fans von NIFELHEIM, REPUGNANT, TRIBULATION, KAAMOS oder NECROS CHRISTOS sollten unbedingt einmal hereinhören.
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