Nicht bloß, dass ich den Titel nicht gerade einfallsreich finde, finde ich das gesamte Album nicht besonders spannend oder fesselnd. Rotziger Grunge hört sich für mich auf jeden Fall anders an, aber vielleicht wollen STP ja auch gar nicht mehr in die Grunge-Sparte gedrängt werden. Leider findet man auch nur noch wenig vom dreckigen Gitarrensound oder vom psychedelischen Hardrock, wie er z. B. noch auf No. 4 praktiziert wurde. „Stone Temple Pilots“ bietet eine Menge weichgekochten Poprock, der auf der Tanzfläche vielleicht gerade mal ein müdes Fuß- oder Kopfwippen bewirkt. „Bagman“ z. B. kann man ohne weiteres einfach und schnell mitsingen, aber das war es dann auch schon. Beim zweiten Mal hören, wirkt der Song bereits wie tausendmal Überhört.
Fans der ersten Stunde sollten sich darauf gefasst machen, dass STP nicht gleich STP sind. Einige der alteingesessenen Anhänger werden ihre Freundschaft aufgrund der neuen Platte vermutlich kündigen. Stattdessen kommen aber bestimmt auch neue Poprock-Freunde zur Fanschar hinzu, denn eines muss man den STP trotz aller Kritik lassen, sie wissen ihre Instrumente zu spielen und auch der Gesang ist tadellos. Die STP haben sich musiklisch einfach stark umorientiert. Mich überzeugen sie damit nicht, aber meine Meinung ist ja auch nicht das Maß aller Dinge.
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