Dann ist der sphärische niederdrückende Post-Black-Metal von SUFFERING IN SOLITUDE genau das Richtige. In Tradition von Bands wie NOCTURNAL DEPRESSION, SOMBRES FORETS oder ALTAR OF PLAGUES erschafft das Trio überaus sphärische, melancholische und hoffnungslose Soundlandschaften zu erschaffen. Die sechs Oden über Trauer, Sehnsucht, gebrochene Versprechen und mentale Zusammenbrüche versetzten einen in einen Zustand der Zeitlosigkeit, beruhigen zudem die Nerven und lassen auch einen latent vorhandenen Kopfschmerz nicht schlimmer werden.
Während der erste instrumentale Song 'Inside Out' wie ein akustisches Intro oder Interludium von INSOMNIUM daherkommt, besticht das schrammelige, hallige und wiederum gesangslose 'Entrance' durch seine unter die Haut gehende hymnische Melodik.
Der in der Intensität und Tempo variierende Schrammelfaktor im Verein mit melodischer Emotionalität und Melancholie bleibt auch in den anderen Songs bestimmend und stilbildend. Sehr schön in 'Exit'. Allerdings kommen als unschöner und dem Gesamteindruck abträglicher Faktor die hysterisch leidenden screamomäßigen Vocals hinzu ('Suffering In Solitude'). Na, ja, die Band wird sich ja auch etwas dabei gedacht haben, dass man sich SUFFERING IN SOLITUDE genannt hat. Muss man halt mögen.
Nichtsdestotrotz ist "A Place Apart" eine überaus lohnende Anschaffung, um in einer äußerst stressigen Zeit zur Ruhe und Gelassenheit zurückzufinden. Denn die nächste Ungerechtigkeit und der nächste Glühwein lässt nicht lange auf sich warten!