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Surgikill - Sanguinary Revelations

VÖ: 17. März 2016   •   Label:  F.D.A. Rekotz

Beim ersten Durchlauf werde ich mit  ´Sanguinary Revelations´ nicht richtig warm. Das Album klingt mir zu zerfahren und ich finde keinen richtigen Zugang. Das ändert sich beim zweiten Durchlauf über Kopfhörer. Diese Platte braucht die Aufmerksamkeit des Hörers, was völlig OK ist. SIX FEET UNDER Fans mögen widersprechen - für mich sollte Death Metal nichts mit Easy Listening zu tu haben.
Im Info wird die Band unter anderem mit AUTOPSY und TERRORIZER verglichen. Da wundere ich mich schon, denn die Schnittmenge dieser Combos ist ja nicht besonders groß. Das trifft es aber schon, denn von schleppenden Parts mit AUTOPSY Sickness Faktor bis zu urwüchsigen TERRORIZER Geschwindigkeitsausbrüchen findet sich alles. Ein gutes Beispiel für diese Wechselspiele ist ´Devil Haunted Dreams´.
Einigen von euch ist Bandleader Stevo do Caixao vielleicht aus seinen Zeiten bei IMPETIGO ein Begriff. Die grobe Richtung behält er mit SURGIKILL bei, auch wenn es nicht mehr ganz so rumpelt. Und auch bei den Intro-Samples halten sich SURGIKILL erfreulicher Weise zurück. Bei IMPETIGO hatte ich zum Teil den Eindruck, einem Hörspiel zu lauschen.
Was diese Platte neben der Musik zu etwas Besonderem macht, ist die Tatsache, dass sich hier gleich vier Leute die Vocals teilen. Entsprechend variabel wird zum Teil parallel gegrowlt, gefaucht und geschrien.
Und auch die Produktion passt. Ich habe lange nicht mehr eine so natürliche Bassdrum auf einer nicht einfach rumpelig produzierten Scheibe gehört.

SURGIKILL sind keines Falls ein chirurgischer Kunstfehler. Fans von krankem, urwüchsigem, aber nicht stumpfen Death Metal sollten sich umgehend um ´Sanguinary Revelations´ kümmern.

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