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Swashbuckle - Back to the Noose

VÖ: 24. Juli 2009   •   Label:  Nuclear Blast Records
21. Juli 2009

mit „Back to the Noose“ die mittlerweile zweite Breitseite in die Menge.
Wer jetzt spontan an die schottischen Piratenkollegen von Alestorm gedacht hat, ist damit allerdings wortwörtlich auf dem „falschen Dampfer“, denn bei Swashbuckle wehen die Winde deutlich rauer: Der Kurs geht hart gen Death/Thrash!
Daran hat sich auch auf „Back to the Noose“ nicht viel geändert. Wie schon auf dem Vorgängeralbum „Crewed by the Damned“ fegt die Band mit einem Affenzahn über’s Wasser, immer wieder unterbrochen von Instrumentals und mittlerweile sogar kleineren Hörspielen („Rime of the Haggard Mariner“), die in der Regel den nächsten Piratenüberfall ankündigen. Statt das gesamte Konzept umzuschmeißen – wozu auch? – hat man vor allem im Detail nachgebessert. Gerade den Vocals von Frontklops Admiral Nobeard haben die drei Jahre Pause hörbar gut getan: Neben deutlich boshafteren, kehligeren Grunts hat er sein Repertoire nun auch um heiseres Fauchen und eine Grölstimme ergänzt, wie sie „piratiger“ kaum sein könnte!
Auch an Sound und Songwriting hat man gebastelt. Jedes Riff sitzt genau da, wo’s weh tut, und treibt eine thrashende Speedgranate nach der anderen vorwärts, ohne dass es dabei langweilig würde. Dafür sorgen schon so abwechslungsreiche Nummern wie das stark an Slayer erinnernde „No Prey No Pay“, der 43-Sekunden-Song „Attack“ (der hart am Grindcore-Wind schippert), das auffällig melodische „Rounds of Rum“ (eine Ode auf das feurige Piratengesöff) sowie eine gehörige Portion Humor und Augenzwinkern. Auch die nach jeder zweiten Dresche-Nummer eingeworfenen Hörspiele und Instrumentals, die mit Akustikgitarren und Handtrommeln etwas karibisches Flair aufkommen lassen, tragen ihren Anteil zum Abwechslungsreichtum der Scheibe bei. Einziger Wehmutstropfen: Sie klingen oftmals etwas belanglos und gleich, und reduzieren noch dazu den rein thrashenden Anteil der Scheibe auf knappe 28 Minuten. Ein wenig mehr der Piratenprügelei hätte dem Album hier bestimmt kein Bein ausgerissen. Daran, dass Swashbuckle mit „Back to the Noose“ einen exzellenten Überfall auf den Gehörgang abgeliefert haben, ändert das allerdings nicht viel. Vierzehn „YARRRRR!“s von mir!

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