Ein vielversprechender Ersatz wurde in dem wesentlich kerniger klingenden Urban Breed gefunden, der nun mittlerweile sein drittes Album mit den Jungs aus Bollnäs eingespielt hat. 1997 verließ dann auch Keyboarder Fredrik Eriksson die Band und das Tasteninstrument wurde durch eine zweite Garnitur Stahlsaiten ersetzt, was dem heute wesentlich härteren Sound der Schweden sehr zuträglich war. Der erste Song, der sich bei mir festsetzte, war der Opener "Sword Of Rebellion" mit seinem fulminanten Chorus, dann folgte der letzte Song der Scheibe "Don´t Pray For Me", der, im Mid-Tempo-Bereich angesiedelt, mit einem superben Chorus aufwarten kann. Mit jedem Hördurchlauf bleibt dann ein weiterer Song im Ohr hängen, sei es nun "I Know Your Name", "Matters Of The Dark", "Ethereal Soul" oder "Reason Of The Ghost", fast die gesamte Scheibe bewegt sich im Hitbereich. Lediglich der Refrain des schnellen "Another Way" will mir nicht so recht gefallen. Vergleicht man die Band heute mit der "Sender Of Thoughts"-Scheibe, so will man kaum seinen Ohren trauen. Sänger Urban erinnert an eine Mischung aus alten Metal Church und Lefay, und die Musik überschneidet sich mit den Stilgebieten von Größen wie Jag Panzer, Metal Church und Lefay, wirkt dabei aber nicht so (oft übertrieben) verspielt wie die ersten, nicht so einseitig wie die ersten und nicht so langsam wie die letzten. Auf "Matters Of The Dark" ist es Tad Morose gelungen, den schmalen Grad zwischen Eigenständigkeit und Fremdeinfluss, zwischen Härte und Melodie und zwischen verschiedenen Geschwindigkeiten zu finden. Ein absolutes Highlight des noch taufrischen Jahres 2002.
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