Der erste Akt füllt immerhin eine Doppel-CD oder DVD und dürfte mit seinen 24 Songs für gute Unterhaltung bei den Genrefans sorgen. Die klassisch ausgebildete Sängerin aus Finnland trällert sich zielsicher durch das Potpourie eigener und fremder Songs und kann dabei mal mehr mal weniger gefallen. Während mir die auf sie zugeschnittenen Songs gut gefallen, überzeugen mich verschiedene Coversongs nicht. „Still of the Night“ ist ja bekanntlich ein haarsprayerner Rockklassiger, wirkt aber durch die King Diamond hoch 2 Tonlage der Sängerin sehr gestelzt. Dies gilt noch mehr für Bon Jovis „Living On A Prayer“ – einer der besten Hardrocksongs der Welt. Bislang habe ich noch nicht gehört, dass man diesen Songs zerschießen kann, doch Tarja gelingt es. Auch „Over the Hills and far away“ gefällt mir in der Tarja Version nicht wirklich. Schuster bleib bei deinen Leisten, heißt es nicht umsonst und so kann die Metalsirene bei dem „The Phantom of the Opera“ Cover wieder voll begeistern.
An Tarja scheiden sich sicherlich die Geister. Viele Fans sind der Sängerin nach den Streitereien mit Nightwish nicht mehr wirklich gewogen, andere Fans halten ihr die Stange. Tarja bietet auf diesem Live-Überblick genau das, was man von ihr erwartet: hochfrequenten Female-fronted Metal.
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